www.matrix.blista.de

Schüler bearbeiten Geschichte der blista

Rudi Ullrich » „Matrix blista - Jung und Alt in der Geschichte der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista)“ lautet der Titel des Films, den der Leistungskurs Geschichte der Carl-Strehl-Schule im Rahmen des „Geschichtswettbewerbs 2007 des Bundespräsidenten“ produziert hat. Ausschnitte aus diesem Film und die weiteren Ergebnisse des Projektes, das sich intensiv mit den 50er, 60er und insbesondere mit den nahezu revolutionären Veränderungen in den 70er Jahren auseinandersetzt, haben die Schülerinnen und Schüler auf einer eigenen Homepage zusammengestellt.

Uwe Sparenberg, der als Kursleiter das Projekt betreut hat, schreibt hierzu: Der im Rahmen des Arbeitsberichts für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2007 erstellte Film „Matrix blista“ besteht aus den Teilen „blista Reloaded“ und „blista Revolution“ und wird ergänzt durch eine eigene Homepage, [extern]www.matrix.blista.de, die nach der Vorstellung der Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer den Arbeitsprozess dokumentiert. Hier finden sich die von uns bearbeiteten Dokumente - Vorstandsprotokolle, konzeptionelle Papiere, Bauakten, auditive Mitschnitte der Planungskommission - die nunmehr erstmals in digitaler Form präsentiert werden.

12 angehende Abiturienten und Abiturientinnen haben sich als Leistungskurs Geschichte von 2005 bis 2007 nicht nur mit der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt, sondern auch mit den vielen Höhen und Tiefen in der 90-jährigen Geschichte der blista.

Der Film „Matrix blista“ gibt in seinem ersten Teil „blista Reloaded“ in Form eines Interviews mit Dr. Hans-Eugen Schulze Einblick in die „alte blista“ bis 1945 und porträtiert ihren Gründer Carl Strehl.
„blista Revolution“ ist der bearbeitete Mitschnitt des „Erzählcafés“ anlässlich des 90-jährigen Jubiläums im September 2006, der die allmähliche Erstarrung der Institution in den 60er und frühen 70er Jahren bis zur existentiellen Krise der Einrichtung deutlich werden lässt.
Die Erstarrung der Alten und das Aufbegehren der Jungen eskalieren bei den Auseinandersetzungen um einen 7-geschossigen Heimneubau und führen zu neuen gemeinsamen Interaktionsformen.

DVD Cover: blista Reloaded/blista RevolutionsDie Ausgangslage:

  • Ein alter, dazu kranker Direktor mit autoritärem und wenig demokratischem Führungsziel.
  • Ein erstarrter Vorstand mit grauen Eminenzen aus Bonn und Wiesbaden.
  • Ein junger, dynamischer stellvertretender Schulleiter, der, im alten System ausgebildet, als Betriebsratsvertreter der Lehrer aufbegehren lernte.
  • Neue Kollegen an der Schule, die seit 1967 studiert hatten und „Demokratie wagen“ wollten.
  • Schüler, die die Ghetto-Situation aufgebrochen hatten, ihre Ideen engagiert vortrugen und von „jungen“ Erwachsenen ernst genommen wurden.
  • Eine Elternschaft, die beschlossen hatte, die Bedürfnisse ihrer Kinder mit zu vertreten.
  • Ein konzeptioneller Denker, der (wohl irrtümlich) als Internatsleiter zur rechten Zeit am rechten Ort war.

Christian Möller und Bea Drumm befragen die ehemals als Schülersprecher agierenden Beteiligten Rainer Husel und Rudi Ullrich nach Nachwirkungen der wahrhaft revolutionären Ereignisse, denn nach den 70er Jahren agiert eine völlig neue blista…

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