Editorial
Es ist 8 Uhr morgens. Der besorgte Blick geht gegen den Himmel.
Überall in Deutschland toben die Gewitter. Wenn es jetzt regnen würde,
wäre die Arbeit vieler Wochen zwar nicht umsonst – aber ein Sommerfest
ohne Sonne macht nur halb so viel Spaß.
Pünktlich zur Eröffnung um 10 Uhr reißen die Wolken auf. Über 800
Schüler, Eltern, ehemalige Schüler, Freunde der blista, Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter werden an diesem Samstag bei strahlendem Sommerwetter
miteinander feiern.
Tage später: Die Fahnen der verschiedenen Nationen werden zusammengefaltet. Die 13. „International Mobility Conference“ hat an der blista stattgefunden. 320 Teilnehmer aus 35 Nationen haben sich über Fragen der Rehabilitation blinder und sehbehinderter Menschen ausgetauscht und informiert. Ein Höhepunkt war dabei sicherlich ein gemeinsamer Grillabend mit viel Musik und Tanz bis spät in den warmen Sommerabend. Hier ist eine Entschuldigung an unsere Nachbarn fällig.
In knapp vier Wochen begrüßten wir, zählen wir die Abschlussfeier der
Absolventen und die verschiedenen Klassentreffen ehemaliger Schüler
hinzu, über 1.400 Teilnehmer und Gäste bei Veranstaltungen und Feiern
auf unserem Gelände. Da wurde auf- und wieder abgebaut, dekoriert,
Essen zubereitet, beraten, präsentiert, gefeiert, usw. usw.
Das war am Ende eines Schuljahres für alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der blista eine riesige Aufgabe. Da ist der Akku leer und
man freut sich auf eine Ruhepause. Aber alle waren mit so viel
Engagement und Herz dabei, dass sich jeder Gast bei uns wohl fühlen
konnte, was uns die zahlreichen positiven Rückmeldungen auch bestätigen.
Hierzu passt für mich die Nachricht, dass die Nachfrage nach unserem Angebot
bei Schülerinnen, Schülern und Rehabilitanden weiterhin sehr hoch ist.
Alle unsere Plätze in Schule und Internat sind auch im kommenden
Schuljahr belegt. Die große Nachfrage hängt für mich auch mit dem
guten Klima an der blista zusammen. Bei uns spielt neben dem Lernen
auch das gemeinsame Feiern eine wichtige Rolle.
Und es freut mich, dass wir in den letzten Tagen die Urkunde als „Staatlich anerkannte Ergänzungsschule“ für die Ausbildung der Mobilitäts- und LPF-Fachkräfte erhalten haben. Seit Jahren bilden wir in diesem Bereich aus, damit diese Fachkräfte unseren Kindern, Jugendlichen und Rehabilitanden eine bestmögliche Förderung zur selbstständigen Bewältigung des Alltages vermitteln. Diese staatliche Anerkennung ist ein weiterer Baustein zur Qualitätssicherung unserer Arbeit.
Mein Dank geht zum Schluss an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der blista für die erfolgreiche und engagierte Arbeit im vergangen
Schuljahr 2008/2009.
Schöpfen Sie in den Sommerferien wieder Kraft für die anstehenden
Aufgaben.
Ihr
Claus Duncker
blista