Editorial

Claus Duncker Es ist 8 Uhr morgens. Der besorgte Blick geht gegen den Himmel. Überall in Deutschland toben die Gewitter. Wenn es jetzt regnen würde, wäre die Arbeit vieler Wochen zwar nicht umsonst – aber ein Sommerfest ohne Sonne macht nur halb so viel Spaß.
Pünktlich zur Eröffnung um 10 Uhr reißen die Wolken auf. Über 800 Schüler, Eltern, ehemalige Schüler, Freunde der blista, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden an diesem Samstag bei strahlendem Sommerwetter miteinander feiern.

Tage später: Die Fahnen der verschiedenen Nationen werden zusammengefaltet. Die 13. „International Mobility Conference“ hat an der blista stattgefunden. 320 Teilnehmer aus 35 Nationen haben sich über Fragen der Rehabilitation blinder und sehbehinderter Menschen ausgetauscht und informiert. Ein Höhepunkt war dabei sicherlich ein gemeinsamer Grillabend mit viel Musik und Tanz bis spät in den warmen Sommerabend. Hier ist eine Entschuldigung an unsere Nachbarn fällig.

In knapp vier Wochen begrüßten wir, zählen wir die Abschlussfeier der Absolventen und die verschiedenen Klassentreffen ehemaliger Schüler hinzu, über 1.400 Teilnehmer und Gäste bei Veranstaltungen und Feiern auf unserem Gelände. Da wurde auf- und wieder abgebaut, dekoriert, Essen zubereitet, beraten, präsentiert, gefeiert, usw. usw.
Das war am Ende eines Schuljahres für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der blista eine riesige Aufgabe. Da ist der Akku leer und man freut sich auf eine Ruhepause. Aber alle waren mit so viel Engagement und Herz dabei, dass sich jeder Gast bei uns wohl fühlen konnte, was uns die zahlreichen positiven Rückmeldungen auch bestätigen.
Hierzu passt für mich die Nachricht, dass die Nachfrage nach unserem Angebot bei Schülerinnen, Schülern und Rehabilitanden weiterhin sehr hoch ist. Alle unsere Plätze in Schule und Internat sind auch im kommenden Schuljahr belegt. Die große Nachfrage hängt für mich auch mit dem guten Klima an der blista zusammen. Bei uns spielt neben dem Lernen auch das gemeinsame Feiern eine wichtige Rolle.

Und es freut mich, dass wir in den letzten Tagen die Urkunde als „Staatlich anerkannte Ergänzungsschule“ für die Ausbildung der Mobilitäts- und LPF-Fachkräfte erhalten haben. Seit Jahren bilden wir in diesem Bereich aus, damit diese Fachkräfte unseren Kindern, Jugendlichen und Rehabilitanden eine bestmögliche Förderung zur selbstständigen Bewältigung des Alltages vermitteln. Diese staatliche Anerkennung ist ein weiterer Baustein zur Qualitätssicherung unserer Arbeit.

Mein Dank geht zum Schluss an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der blista für die erfolgreiche und engagierte Arbeit im vergangen Schuljahr 2008/2009.
Schöpfen Sie in den Sommerferien wieder Kraft für die anstehenden Aufgaben.

Ihr
Claus Duncker

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