Wir gratulieren zu den Abschlussprüfungen und wünschen viel Erfolg für die Zukunft!
Maschall Alam, Vladimir Amrein, Tanja Biermann, Nico Bischof, Christopher Bohlen
gen. Gramm, Phillip Cowden,
Angela De Masi, Isnija Demiri, Gabriele Eichenseer, Isabella Esposito,
Robert Feißt, Anna-Katharina Flinspach, Wencke Gemril, Verena Hofmann,
Tatjana Kordic, Josephine Krtschil, Max Kunzmann, Niklas Leonhardt,
Lydia Lindemeyer, Jennifer Mai, Marco Meier, Sebastian Meierhöfer,
Paola Mitra,
Thomas Moj, Felix Moskalenko, Nicolas Niebling, Murat Ören, Enis
Orhan, Björn Peters, Ersin Sagir, Marc Schlarb, Jennifer Schmidt,
Friederike Schmitz, Edgar Schneider, Florian Siegrist, Jessica
Thon, Reno Tiede, Andreas Ulrich, Michael Weber, Patrizia Weickhmann,
Hüseyin Yücel.
Foto: Conny Peil
Unsere IT-Abgänger
Auch in diesem Jahr haben wieder fünf Auszubildende der IT-Ausbildung der blista ihre Prüfung vor der Industrie und Handelskammer erfolgreich abgelegt:
Von links: Richard Emling, André Tolzmann, Jasmin Sonnet,
Benedikt Schulte, Bahaddin Batmaz
Foto: Jürgen Nagel
Rede von Claus Duncker anlässlich der Verabschiedung der Absolventen 2009 am 19. Juni
Liebe Absolventinnen, liebe Absolventen,
liebe Eltern, liebe Gäste dieser Feier!
Der 19. Juni 2019. Es wird ein Mittwoch sein, das wissen wir heute
genau, mehr nicht.
Wo werdet Ihr, die Absolventen, in diesem Jahr wohl sein?
Vielleicht wieder hier in der Aula bei Eurem 10jährigen Jubiläum, wie
morgen der Jahrgang 1999.
Wo bleibt die Schulzeit, wenn man kein Schüler mehr ist? Woran werdet
ihr Euch erinnern?
An den flüchtigen Geruch des Klassenzimmers, den besonders
inspirierenden Lehrer oder Betreuer oder den besonders kränkenden, den
ersten Kuss auf einer Kursfahrt?
Ab morgen werdet Ihr frei von der blista sein und diese Freiheit müsst
Ihr zu gebrauchen wissen. Und bei allen Erinnerungen bleibt dann die
wichtigste Frage: Haben wir Euch das notwendige Rüstzeug mit auf den
Weg geben? War das, was Ihr an der blista gelernt habt, ausreichend und
richtig?
Wir wollen zukünftig mehr über unsere ehemaligen Absolventen wissen,
damit wir lernen, wie wir unser Angebot verbessern können. Deshalb
befragt die Universität Marburg zurzeit die Jahrgänge 78, 88 und 99.
Also wundert Euch nicht, wenn in 10, 20, 30 Jahren das Telefon klingelt
oder welches elektronische Kommunikationsmittel dann Töne von sich
geben wird. Denn in Eurer Lebenspraxis wird sich beweisen, ob Eure
Zeit an der blista sinnvoll angelegt war.
Natürlich haben wir uns bemüht, Euch die bestmögliche Bildung, sozial
wie kognitiv, mit auf den Weg zu geben. Ob uns das bei zukünftigen
Schülergenerationen noch in dieser Form möglich sein wird, wissen wir
heute nicht. Dafür werden momentan zu viele Veränderungen des
Bildungsangebotes für behinderte Menschen diskutiert. Wird eine
Förderschule für Blinde und Sehbehinderte auch zukünftig Bestand
haben oder auf dem Weg zu einer inklusiven, ortsnahen Beschulung auf
der Strecke bleiben? Wird eine Fördereinrichtung wie die blista auch
zukünftig finanzierbar sein, wenn sich die Regelungen der
Eingliederungshilfe derart ändern sollten, dass ein Besuch der blista
für Eltern schlichtweg nicht mehr bezahlbar ist?
Deshalb hier meine letzte Bitte an Euch: Organisiert Euch in der
Selbsthilfe, denn nur die wird genug politischen Mitgestaltungseinfluss
haben.
Und wenn Ihr gut fandet, was Ihr hier an der blista erfahren habt, so
unterstützt uns in diesen Gremien bei den kommenden Auseinandersetzungen.
Der 19. Juni 2009 ist ein Freitag und wird mit einem rauschenden Abi-Ball enden. Dazu wünsche ich uns allen viel Spaß.
Danke!
blista