Die Ruderfreizeit der Klasse 8

Aus dem Tagebuch von Pia Larissa Schau

Die Anreise
Ein tolles Erlebnis! Montagmorgen gegen neun trafen sich alle Schüler, Lehrer und Studenten mit ihrem Gepäck an der Schule. Einige waren aufgeregt. Ich auf jeden Fall, da es meine erste Freizeit war. Es dauerte alles ziemlich lange. Das Gepäck musste in die Busse und es galt zu klären, wer die erste Etappe mit dem Tandem und wer mit dem Bus fährt.
Wir waren eine sehr große Gruppe mit vierundzwanzig Schülern und dazu die Lehrer und Studenten. Nach der ersten Etappe im Bus stieg ich dann aufs Tandem um. Ich war vorher noch nie Tandem gefahren, aber es ging ganz gut. Unterwegs machten wir Pause an einem Fußballplatz und es gab endlich was zu Essen.
Danach konnte ich mich erst mal wieder im Bus ausruhen. Die beiden nächsten Etappen saß ich dann aber wieder auf dem Rad und obwohl es zwischendurch ganz schön bergauf ging, habe ich durchgehalten. Das letzte Stück bis zum Edersee genoss ich dann wieder die Busfahrt.

Sieben Tage am Edersee
Endlich am Uni-Boothaus angekommen, packten wir aus. Dann gingen wir erstmal zur Feuerstelle und besprachen die Zimmeraufteilung, was ziemlich schnell ging. Wir verabschiedeten uns von den Lehrern und Studenten, die uns nur als Piloten bei der Tandemtour begleiteten, und bezogen unsere Zimmer.
Nach dem Essen trafen wir uns im Gemeinschaftsraum und stellten uns alle mit Namen und Hobbys vor. Danach gingen auch noch einige Schüler im Edersee baden.
Am nächsten Morgen gab es um halb neun Frühstück. Danach wurde wie jeden Morgen besprochen, wer in welchem Ruderboot sitzt und wer Kanu oder Kajak fährt. Nach dem Aufbau der Boote wurde bis mittags gerudert. Um halb eins gab es immer Mittagessen. Um viertel nach zwei ging es dann sportlich weiter und wer wollte, konnte auch noch abends aufs Wasser. So oder zumindest so ähnlich lief es auch in den nächsten Tagen ab.

Pia Larissa Schau rudert vorne im Boot, dahinter sitzen Mitschüler

Am Freitag war endlich das Wetter besser und wir konnten abends grillen. Wir saßen am Lagerfeuer und Felix holte seine Gitarre raus.
Samstagnachmittags machten wir dann eine Rallye. Zuerst hatte Hans-Jörg eine Geschichte vorgelesen, zu der wir ein Ende erfinden sollten und es vorspielen mussten. In verschiedenen Gruppen galt es „Tabubegriffe“ zu erraten, die Sarah uns erklärte. Als Zweites waren wir an der Station „Riechen und Schmecken“. Dort haben wir fast alles sofort rausbekommen, nur für den Früchtetee brauchten wir etwas länger. Dann ging es auf einen Parcours. Die Schwierigkeit dabei war, dass wir einen Ball auf einem Paddel balancieren mussten. An der nächsten Station mussten wir schätzen, wie groß die Betreuer sind. Bei der Station „Pyramide“ gab es gleich mehrere Aufgaben zu lösen. Zum Beispiel, dass nur zwei Füße und acht Hände auf dem Boden sein durften. Außerdem sollten wir uns ein Motto für die Freizeit überlegen und dann einen Eimer mit Wasser füllen. Allerdings durfte jeder aus unserer Gruppe nur dreimal zum Steg laufen und, und, und.

Am Sonntag stand eine Tagesfahrt mit dem Kanu bzw. Kajak oder den Ruderbooten an. Ich war beim Rudern. Es war sehr schönes Wetter, worüber wir alle sehr froh waren. Ich war mit Franz, Jasmin und Jeelka, zwei von den Studenten, Flo, Mattes und Erik unterwegs. Nachdem ich am Anfang gerudert habe, hat mich dann Jeelka abgelöst und ich habe das Kielschwein gemacht, lag im Boot und genoss die Sonne…

Die Wanderfahrt: 12.-15.05.09
Dienstag ging es los. Wir mussten noch vor dem Frühstück unsere Betten abziehen und unser Gepäck zum Bus bringen. Nach dem Frühstück stiegen wir in den Bus und fuhren an die Fulda in die Nähe von Kassel. Wir hatten vier Ruderboote, zwei Tandems und zwei Busse dabei, auf die wir Schüler aufgeteilt wurden. Bis nach Göttingen saß ich im Ruderboot und stieg dann bis zu unserem Tagesziel Hannoversch Münden aufs Tandem um. Wir Mädchen haben in einem Tanzsaal geschlafen und die Jungs in einem Kraftraum. Am nächsten Tag mussten wir durch eine Schleuse rudern, um in die Weser zu gelangen. Die Nacht haben wir in einem Kloster verbracht. Am nächsten Tag wieder der inzwischen gewohnte Wechsel zwischen Boot, Tandem und Bus. Zum Abschluss dieses Tages mussten noch die Boote abgebaut werden. Zum Abendessen wurde dann gegrillt.
Bei der Abschlussrunde konnte jeder nochmal loswerden, was im gefallen hat und was nicht. Danach machten wir noch ein Gruppenbild und verabschiedeten uns von den Studenten und Frido, die nicht mit uns mit dem Zug zurückfuhren. Von Höxter ging es erstmal mit der NordWestBahn bis Holzminden und von dort aus mit einer Regionalbahn bis nach Kreiensen. Dort in den Metronom bis Göttingen, dann mit dem ICE bis Kassel und von dort mit dem Regionalexpress nach Marburg.

Schlusswort
Die Freizeit fand ich ziemlich toll. Die Betreuer waren nett und locker und man bekommt auch ein ganz anderes Bild von den Lehrern. Man lernt auch nette Studenten kennen. Jeder von uns Schülern hatte seinen eigenen Liebling, auch ich. Mir fiel der Abschied besonders von einer Studentin sehr schwer, weil ich sie sehr mochte, man konnte gut mit ihr reden.
Von mir aus hätte die Freizeit ruhig länger sein können, besser als Schule auf jeden Fall…

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