Schloss Freudenberg – Erfahrungsfeld der Sinne

„Es ist wie mit dem Küssen. Was ist das? Man muss es tun. Dann erst weiß man, was es ist. So verhält es sich auch mit dem Erfahrungsfeld. Erfahren hat eben mit Fahren zu tun. Hier liegt die Hürde. Wir sind seit Jahrhunderten darin geübt, die Erfahrung durch die Kenntnis zu ersetzen. Und leben in einer Ersatzwelt. In der nichts anderes ersetzt wird als das Leben selbst, eben: die Erfahrung.“
(Hugo Kükelhaus)

Die Vorderansicht von Schloss Freudenberg

Wir, die Wohngruppe Am Schlag 3.1., haben einen Tagesausflug ins „Schloss Freudenberg“ in Wiesbaden unternommen und es nicht bereut! Es folgt ein Bericht der Wohngruppe über einen „sinnvollen“ und „erfahrungsreichen“ Tag im und ums Schloss herum.

Wir sind doch nicht von Sinnen

Von Mandy Müller* und Sylvia Paproth** » Die Fahrt von Marburg nach Wiesbaden dauerte ca. 1,5 Stunden. Das Schloss zu finden war nicht schwer, weil es eine gute Wegbeschreibung im Internet gibt und die Beschilderung gut war. Insgesamt haben wir 4 Stunden Zeit dort zugebracht, und es hat sich wirklich gelohnt. Wenn man das komplette Haus mit Führung besichtigen will, sollte man etwas mehr Zeit mitbringen. Für den kleinen Hunger gibt es vor Ort ein Café, die Landschaft bietet sich jedoch auch hervorragend für ein Picknick an.
Es besteht die Möglichkeit, im Voraus online oder telefonisch eine individuelle Führung zu buchen. Dabei ist zu empfehlen, vorher Bescheid zu sagen dass man von der blista kommt, damit ein gutes und angemessenes Programm zusammengestellt werden kann. Insgesamt dauerte die Führung 90 Minuten und kostete zwischen 6 und 10 Euro Eintritt pro Person. Während der Führung bekommt man verschiedene Stationen erklärt und anschließend kann man selbst auf Entdeckungstour gehen.
Vor dem Haus befindet sich ein Spielplatz mit einem großen Kletterhaufen aus übereinander gestapelten Holzstämmen und außergewöhnlichen Gerätschaften.

Vier Mädchen stehen auf einer schrägen Holzplattform und helfen einem fünften Mädchen hinauf

Der Schwerpunkt liegt darin, die Sinne auszuprobieren, das heißt, dass man alles anfassen, erleben und ausprobieren kann. Unser Anleiter Marc war sehr witzig und locker. Es war nicht so, wie in einem normalen Museum, alle hatten großen Spaß, und wir finden, dass sich ein Ausflug dorthin jederzeit lohnt!

Einige Stimmen von Schülern:
Was hat dir am besten gefallen und warum?

  • Daniel haut mit einem Schlägel auf einen Gong Daniel: „Ich fand den Akustikraum am besten, da ich ihn sehr spannend fand.“
    Hier wurden wir in einen riesigen Raum geführt, wo überall Klangbecken (Gongs) verteilt waren. Vor dem Betreten musste man die Schuhe ausziehen und dann konnte man mit dazugehörigen Schlägeln auf die Gongs hauen. Manche waren so riesig und laut, dass man glaubte, der Raum explodiert. Wir durften alle Becken ausprobieren, und am Ende durften wir uns alle auf den Boden legen, und der Anleiter hat ein Beckenkonzert für uns gespielt.
  • Raphael: „Mir hat u. a. die Partner-Schaukel am besten gefallen, weil man automatisch Schwung bekommen hat, wenn der andere aufgehört hat zu schaukeln.
    Die Partner-Schaukel besteht aus zwei sich gegenüberliegenden Schaukeln, die über ein Seil oben an einem Gerüst miteinander verbunden sind. Sobald ein Partner aufhört, Schwung zu holen und ausschaukelt, bekommt der andere automatisch den Schwung ab und kann losschaukeln.
  • Dilan sitzt in einer Klangschale, neben ihr steht der Museumsführer und schlägt mit einem Schlägel von außen an die Klangschale Dilan: „Ich fand alles cool, aber besonders den Klangschalenraum“
    Hier wurden wir in einen kleinen Raum geführt, wo in der Mitte ein großer Kessel stand, das dachte man jedenfalls auf den ersten Blick, aber es war eine Klangschale. Man konnte sich hineinsetzen und den Ton tatsächlich spüren.
    Raphael, der es selbst ausprobiert hatte, sagte: „Es war wichtig, dass man den Rand der Schale nicht berührte und dann war es ein sehr angenehmes Gefühl, den Ton in dieser Schale zu fühlen, es hat irgendwie vibriert.“
  • Mandy steht vor verschiedenen Schläuchen und hält sich einen davon unter die Nase Mandy: „Ich persönlich fand die Riechstation am besten. Ich fand es sehr spannend, die verschiedenen Gerüche zu riechen, ohne den jeweiligen Gegenstand dazu vor Augen zu haben. Wir mussten eine Art Luftpumpe an die Nase halten und pumpen. Dann flog uns der Geruch entgegen und wir mussten erraten, was es war.“

Lara, Lorenz und Jara fanden den Kletterhaufen aus Baumstämmen am besten.

  • Lara: „Mir hat der Kletterhaufen am besten gefallen weil man sich frei und alleine bewegen konnte und weil er einfach cool zu beklettern war.“
  • Jara: „Mir hat alles gut gefallen, es war sehr spannend dort. Auch die Führung hat Spaß gemacht. Am besten fand ich den Kletterhaufen draußen, weil es Spaß gemacht hat, dort abzuhängen.“

In diesem Sinne, viel Spaß an alle die das Erfahrungsfeld selbst mal ausprobieren wollen!

* Schülerin Jgst. 9
** Pädagogische Mitarbeiterin im Internat

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