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Umfassende Informationen für Eltern – Erste Veranstaltung in Köln fand positive Resonanz
Rudi Ullrich » Wenn Eltern die Diagnose erhalten, dass ihr Kind
eine massive Sehbehinderung hat oder gar blind ist, sind sie zu
allererst geschockt. Sie fragen sich, wie sie diese Herausforderung
meistern sollen und welche Förderung und Unterstützung sie ihrem
behinderten Kind geben können, damit es sich möglichst altersgemäß
entwickeln kann. Gibt es zum Beispiel spezielle
„Tastbilderbücher”
oder Spiele, wohin kann ich mich wenden, wer hat ähnliche Probleme wie
ich oder wer kann mir Tipps geben?
Sie fragen sich, welche Schule die richtige für ihr Kind ist und ob es
später einen Beruf wird ausüben können. Sie sind unsicher, ob ihr Kind
überhaupt ein selbstständiges Leben führen kann und eine eigene Familie
haben wird. Sie fürchten, dass es vielleicht ein Leben lang auf die
elterliche Unterstützung angewiesen sein wird. Bei all diesen Fragen
fühlen sie sich nicht selten allein gelassen.
Abhilfe soll deshalb ein neues Beratungsangebot schaffen, das jetzt erstmals in Köln ausprobiert wurde. An einem Tag konnten Eltern kompakte Informationen zu den verschiedenen Themen von ganz unterschiedlichen Ansprechpartnern erhalten. Auf Initiative der „Severin-Schule Köln” und der blista hatten sich unterschiedlichste Organisationen zusammengefunden und boten Eltern ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot. Experten aus dem Bereich Frühförderung und Rehabilitation, aus unterschiedlichen Schulformen oder zu Hilfsmitteln standen ebenso für Fragen bereit, wie Eltern- und Selbsthilfevertreter oder Juristen, die helfen, berechtigte Ansprüche für Eltern und Kinder durchzusetzen.
Das Programm des Informationstages in Köln
- „Frühförderung - Vorschule - Grundschule” (Severin-Schule)
- „Gemeinsamer Unterricht - integrative Lernmöglichkeiten” (Severin-Schule)
- „Der Weg ins Gymnasium und was kommt nach der mittleren Reife?” (blista)
- „Welche Rechte hat mein Kind?” („Rechte behinderter Menschen, gemeinnützige Gesellschaft” rbm)
- „Austausch mit Eltern” (Bundesvereinigung Eltern blinder und sehbehinderter Kinder)
- „Die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in Köln” (SVB Köln)
- „Reha-Angebote” und „Sehhilfenberatung” (Severin-Schule und Institut ISIS)
- „Spiele und Hilfsmittel für Kinder sowie Kinderbücher für sehende und blinde Kinder kennen lernen und ausprobieren … (blista)
Wiederholung und Ausweitung geplant
Der Zuspruch und die Rückmeldungen der Eltern in Köln waren derart
positiv, dass sich die Organisatoren darüber einig waren, dass es auf
jeden Fall eine Wiederholung in Köln geben wird. Darüber hinaus soll
aber, wenn es nach dem Willen der blista geht, das neue Beratungsangebot
zukünftig nicht nur Eltern im Rheinland vorbehalten bleiben, sondern
bundesweit allen Eltern von blinden und sehbehinderten Kindern zur
Verfügung stehen. Die blista plant deshalb, zukünftig
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Eltern die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit den Mitgliedern des
Netzwerkes zu bieten und die jeweilig gewünschten Kontakte herzustellen.
Außerdem bietet sie Schulen, Einrichtungen und Verbänden an, gemeinsame
Informationstage wie in Köln auch andernorts mitzugestalten.
blista