Commerzbankstiftung spendet 10.000,– Euro für die Förderung blinder Kinder
Rudi Ullrich, Foto: Jürgen Nagel » Die Frühförderstelle der
Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg betreut 50 Familien
und ihre blinden und sehbehinderten Kinder von der Geburt bis zum
Schuleintritt. Das Angebot ist nicht auf den Landkreis
Marburg-Biedenkopf beschränkt. Auch Familien aus den Landkreisen Gießen,
Lahn-Dill, Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder können sich an die
Frühförderstelle der blista, Tel: 06421-6060 oder
info@blista.de, wenden.
Für die Familien ist diese Unterstützung kostenlos.
„Ohne die großzügige Unterstützung von Spendern könnten wir
unsere Arbeit für die behinderten Kinder und ihre Familien in dieser
Form überhaupt nicht leisten”, betont blista-Direktor Claus
Duncker anlässlich der Spendenübergabe der Commerzbankstiftung an die
Frühförderstelle der blista.
Die Abteilung „Frühförderung” der blista betreut Familien
mit blinden und sehbehinderten Kindern vom Säuglingsalter bis zum
Schuleintritt. Da in den ersten Lebensjahren die entscheidenden Weichen
für die weitere Entwicklung gestellt werden, ist die Frühförderung umso
wirksamer, je früher sie einsetzt. Gerade aber der Bereich
„Frühförderung” der blista hat mit einem strukturellen
Defizit zu kämpfen, da die öffentlichen Zuwendungen den Bedarf schon
lange nicht mehr decken. Deshalb freuen sich Kinder, Eltern und die
Verantwortlichen der blista über die großzügige Spende.
Mit dem Geld sollen neue Fördermaterialien und digitale Filmkameras
angeschafft werden. Die Kameras werden bei der
„Videounterstützten Diagnostik” eingesetzt, für
die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter speziell qualifiziert wurden.
Außerdem wird mit einem Teil des Geldes ein Wochenende für die
Geschwister der behinderten Kinder organisiert, damit auch sie einmal
im Mittelpunkt stehen und ihre Gefühle und Wünsche im geschützten
Rahmen äußern dürfen.
Die Commerzbank-Stiftung soll laut Satzung insbesondere dort helfen, wo öffentliche Gelder und Zuschüsse rückläufig sind. Die Commerzbank-Stiftung wurde 1970 anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Commerzbank AG in Hamburg gegründet. Das Stiftungskapital beträgt zurzeit 50 Millionen Euro. Die daraus resultierenden Fördermittel von ca. 2,1 Millionen Euro werden insbesondere in den Förderschwerpunkten „Hochschule und Forschung”, „Soziales Engagement” sowie „Kultur und Denkmal-/Umweltschutz” eingesetzt.
Die Spende wurde durch die Geschäftsführerin der Commerzbank-Stiftung Dagmar Ruhl, den Leiter der Commerzbank-Filiale Marburg Gerd Bernd Schulmeier und Frank Richtsmeier von der Firmenkundenbetreuung überreicht.
Von links: Arno Kraußmann, Bernd Schulmeier, Dagmar Ruhl, Claus Duncker, Frank Richtsmeier
blista