Landesmuseum Mainz jetzt barrierefrei
blista produziert Broschüre für sehende und blinde Besucher
Rudi Ullrich, Foto: Manfred Fuchs » Nach siebenjähriger Planungs- und Umbauzeit wurde das Landesmuseum Mainz Ende März vom Rheinland-Pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck offiziell wiedereröffnet. Das ganze Haus ist jetzt barrierefrei und es gibt besondere Angebote für blinde, sehbehinderte und gehörlose Menschen.
So hat die blista in enger Kooperation mit Museumsmitarbeiterinnen eine spezielle Broschüre für blinde und sehbehinderte Besucher erstellt. Das Heft enthält Informationen über das Museum in Punktschrift und Großdruck sowie verschiedene taktile Abbildungen.
Der inhaltliche Schwerpunkt der Broschüre liegt auf der Darstellung
des so genannten „Auftaktraumes” des Museums. In diesem
Raum erwarten den Besucher sechs Stationen zu den Themen
„Zeit, Glück, Glaube, Gewalt, Liebe und Tod”.
Jeder Station sind Kunstwerke zugeordnet.
„Hands On” laden
zum Riechen, Hören, Fühlen und Anfassen ein.
In der Broschüre werden neben dem farbig-taktilen Raumplan die
einzelnen Stationen und die dort zu findenden
„Hands On” beschrieben. Eine besondere Herausforderung
war nach Aussagen von Manfred Fuchs, der das Projekt auf Seiten der
blista koordinierte, das Erkennungszeichen des Museums – das goldene
Ross – als farbig-taktiles Abbild auf dem Deckblatt der Broschüre
umzusetzen.
Sein Fazit: „Die Broschüre kann sich auf jeden Fall sehen
lassen und ein Besuch des Museums lohnt sich.”
Außerdem hofft er, dass sich auch andere Museen an Mainz ein Beispiel
nehmen und ähnliche Zugangsmöglichkeiten schaffen.
„Das würde die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit
Behinderung auf jeden Fall mit Leben füllen.”
blista