Ruderfreizeit und Wissenswertes zum Edersee

Juliana Miksch, Luca Schwarz, Jaqueline Buss und Dennis Dul * » Wie in jedem Jahr, waren auch diesmal wieder die Klassen 8a und 8b auf Ruderfreizeit am Edersee. Viel Sport, Spaß, Rudern und Essen füllten den Tagesplan perfekt. Aufstehen um 8.00 Uhr. Frühstück um 8.30 Uhr. Nach dem Frühstück ging es los: Gruppen wurden eingeteilt, das Ruderboot wurde kennen gelernt und schon ging’s ins Wasser. Das Mittagessen um 12.30 Uhr gab es in der angrenzenden Jugendherberge und am Nachmittag ging es dann wieder aufs Wasser.
Nach einem anstrengenden Tag mit Rudern und Paddeln gab es um ca. 18.30 Uhr Abendessen. Der Rest des Abends war uns freigestellt. Wir konnten Spiele oder Fußball spielen, am Lagerfeuer sitzen oder baden gehen.

Die Ederseestory

Der Edersee, im Hintergrund die Staumauer

1908 wurde die Staumauer erbaut, um den Wasserstand der Weser kontrollieren zu können. Das war zur Energiegewinnung und wegen des zunehmenden Tourismus notwendig. Aus allen Ländern kamen Arbeiter, um an der Staumauer zu bauen. Wegen den schlechten Bedingungen und den lebensgefährlichen Arbeiten kamen viele Arbeiter ums Leben. Die Steine für die Staumauer wurden aus einem nahe liegenden Bergwerk geholt. Der Bau der Staumauer sollte 5.000.000 € kosten, aber am Ende waren es mehr als 40.000.000 €.
Die Orte Arsel, Berich und Bringhausen wurden überflutet und ein paar Kilometer entfernt wieder aufgebaut. Als die Staumauer 1914 endlich fertig war, brach der 1. Weltkrieg aus. Während des 2. Weltkriegs behauptete Adolf Hitler, dass keiner die Staumauer sprengen könnte. Dies hatte zur Folge, dass alle sie sprengen wollten. Die Engländer entwickelten spezielle Bomben, die über die Abfangnetze sprangen, an der Staumauer absanken und sie in der Tiefe sprengten. Die Wirkung war enorm und das Wasser überschwemmte viele Orte bis nach Kassel. Im selben Jahr wurde die Staumauer jedoch wieder aufgebaut.
Diese Stelle kann man heute noch sehen. Der letzte Eingriff an der Staumauer fand 2005 statt, als das ganze Wasser aus dem See gelassen wurde, um die Staumauer zu restaurieren. Heute ist der Edersee ein beliebtes Reiseziel für Touristen, und die Anwohner sind stolz auf ihren See.

Anfänge des Ruderns

Als erstes haben wir gelernt, wie ein Ruderboot aufgebaut ist und wie die einzelnen Teile heißen. Es gibt eine Reihe von Fachbegriffen wie Gondelleiste, Stemmbrett, Bug, Heck, Trittbrett usw., die als erstes erklärt werden mussten, damit man weiß, wo sie sich befinden und wozu sie dienen. Das gleiche galt für Backbord, Steuerbord, Skull und Dolle.
Als das saß, wurde uns beigebracht, wie wir ein Ruderboot „auf- und abriggern” (auf- und abbauen) müssen. Zuerst muss die Dolle mit den zwei Verlängerungen (eine kurze und eine lange) am Bootskörper befestigt werden. Sie dient später dazu, das Skull in sie hineinzulegen. Dies ist eine Menge Schraubarbeit, aber viele Hände schaffen auch viel. Als nächstes musste gelernt werden, wie das Steuer funktioniert, wo es am Boot ist, wie gesteuert wird und wo der Steuermann oder die Steuerfrau sitzt. Nachdem das auch geklärt war, ging es auch schon aufs Wasser.

Jetzt wurde erklärt, wie man von einem Bootsteg ablegt und wie man sich auf dem Wasser verhält. Dazu gehörten Schaukelübungen, eine der ersten Übungen die man macht, um einem die Angst vor dem Umfallen mit dem Boot zu nehmen.
Wenn diese Übung erfolgreich beendet ist, geht es darum, wer ist Schlagfrau oder Schlagmann und was sind seine oder ihre Aufgaben. Ein Schlagmann sitzt gegenüber vom Steuermann und gibt den Takt für die hinter ihm sitzenden Ruderer an. Alles tanzt so gesehen nach seiner Pfeife. Er muss schauen, dass man im Takt bleibt und darf nicht zu schnell oder zu langsam werden. Der Steuermann oder die Steuerfrau gibt hierfür die Kommandos, die gelernt werden müssen, um in Gefahrensituationen richtig und schnell reagieren zu können. Es sind Kommandos wie „Ruder halt“ oder „Alles fertig machen zur Wende über Backbord ...“ usw.

Zum Schluss wird noch geklärt, worauf es beim Anlegen am Ufer ankommt, was beachtet werden muss und welche Kommandos es auch hierfür gibt. Der Steuermann oder die Steuerfrau steigt zuerst aus und gibt dann den Ruderern das Kommando „Steigt aus!”. Alle steigen gleichzeitig aus, während andere wiederum das Boot sichern.

* Schüler der Jgst. 8

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