Von Gedächtnistraining zu Konfliktlösung – Blitzlichter der Praktikanten der „Fachoberschule Sozialwesen”
Die Schülerinnen und Schüler der „Fachoberschule Sozialwesen” (FOS) haben in ihrem
halbjährigen Praktikum in ganz unterschiedlichen Bereichen eine neue Sicht der Dinge gewonnen, an denen sie
uns hier teilhaben lassen.
Fotos: Marc Rathke
Henrike Bergermann (DVBS - Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten
e.V., Marburg):
„Am Anfang hätte ich nie gedacht, dass es so viele spannende Bereiche
in dem Verein gibt. Besonders gut haben mir die Öffentlichkeitsarbeit und die Beratung
gefallen. Stolz bin ich auf drei Artikel in der Vereinszeitschrift
"horus" und verschiedene Beratungstabellen zum Thema Beratungsstellen an Universitäten und
Stipendien für Sehgeschädigte.”
Sabrina Prüll (Waldorfkindergarten, Marburg):
„Nach der täglichen Arbeit mit kleinen Kindern freue ich mich darauf, Erfahrungen im
Bereich der Jugend- und der Erwachsenenarbeit zu sammeln. Außerdem bin ich froh über die
Erkenntnis, dass die Sehbehinderung kein Ausschlusskriterium für die Arbeit im sozialen Bereich
darstellt.”
Ivy Faye Trippold (Seniorenresidenz ars vivendi, Marburg):
„Ich hätte niemals gedacht, wie viel ein Mensch durch ein einfaches Lächeln zurückgeben
kann. Das zeigt mir, warum es so wichtig ist und es sich lohnt, sich um pflegebedürftige
Senioren zu bemühen und zu kümmern.”
Noemi Ristau (Waldorfkindergarten, Dietzenbach):
„Ich werde nie den Tag vergessen, an dem ich nach zwei Krankheitstagen wieder zur Arbeit
kam; die Kinder umarmten mich, freuten sich, mich zu sehen und ein Kind sagte zu
mir: "Jetzt bleibst du doch immer hier, oder?"”
Mariam Al-Safar (Seniorenresidenz Haus Schlosspark, Düsseldorf):
„Meine Befürchtung, die Betreuung von Senioren könne langweilig sein, hat sich nicht
bewahrheitet. Im Gegenteil: Die soziale Betreuung betagter, dementer Menschen
ist eine spannende Herausforderung. Ich habe z.B. eigenständig aktivierendes Gedächtnistraining
entwickelt und durchgeführt.”
Nicole Opalke (Kinderhaus Schönaich bei Böblingen):
„Ich hätte nie gedacht, dass das Arbeiten mit Kindern so anstrengend sein kann.
Dennoch hat es mir großen Spaß gemacht, den Kindern bei ihrer Weiterentwicklung
zuzuschauen und sie dabei zu unterstützen.”
Marc Rathke (Mosaikschule für praktisch bildbare Kinder, Marburg und
Fronhofschule, Sprachheilschule, Marburg):
„Ich werde nie vergessen, wie herzlich die Kinder und Jugendlichen mich
jeden Tag begrüßten und willkommen hießen. Als mein Fachgebiet hat sich die musikalische
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Behinderungen herausgestellt.”
Julian Casabianchi (Tagesgruppe
Stadt des St.-Elisabethvereins, Marburg):
„Ich bin überrascht, dass Hausaufgabenbetreuung und Konfliktlösung Spaß
machen können. Das Praktikum hat mir gezeigt, dass Arbeiten auch Freude macht.”
Julia Mimzeck (Bürgerinitiative Sozialpsychiatrie, Marburg):
„Ich habe die Arbeit mit psychisch beeinträchtigten Menschen kennen gelernt
und möchte nun weitere Gebiete der sozialen Arbeit erkunden.”
Matthias Höfeld (Bereich Intensive Sozialpädagogische Gruppenarbeit, ISG,
des St.-Elisabethvereins, Marburg):
„Bei meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten gab es
schöne und erfahrungsreiche Momente. Doch als Vollblinder bin ich auch häufig in
schwierige Situationen geraten.”
Kadriye Uyar (Franz-Mersi-Schule, Förderschule Sehen, Hannover):
„Mir hat es gefallen, das halbjährige Praktikum in einer mir völlig
fremden Großstadt mit neuem Umfeld absolvieren zu können. Ich sammelte im
Hinblick auf das spätere Leben wichtige und reichhaltige Erfahrungen.”
blista