Theater mit Blinden und Sehbehinderten

Konzeption

Am Anfang war die Idee… Die Idee etwas außergewöhnliches zu wagen: Theater spielen mit Blinden und Sehbehinderten. Geht das überhaupt? Warum wollen wir das eigentlich? Diese und andere Fragen haben wir in unserer [intern]detaillierten Konzeption angesprochen.

Seit 1997 haben viele Schüler unserer Schule, aber auch Teilnehmer der Blindentechnischen Grundausbildung und Schüler anderer Marburger Schulen oder Studenten an unseren Produktionen teilgenommen. Wir starteten mit den Gruppen [intern]NullOptik und [intern]NachtSicht, es folgten NachtWind bzw. Rückenwind, NullSicht und [intern]Augenschmaus

Wir haben Hessische Schultheaterpreise gewonnen, als hessische Vertreter am Schultheatertreffen der Länder in Cottbus teilgenommen, Workshops organisiert in vielen Sparten der Theaterkunst (Stimmbildung, Tuchakrobatik, Improvisation, Bewegung, Tanz etc.). Mehrmals beteiligten wir uns an den Kinder- und Jugendtheatertagen des Marburger Schauspiels und den Mittelhessischen Schultheatertagen. Gastspiele mit unseren Stücken führten uns nach Frankfurt, Kassel, Gießen und Bad Hersfeld. Mit „Beziehungsweise“ traten wir 2004 beim Internationalen Festival „Fest der Sinne“ in Lingen/Ems auf. Die Resonanz auf unsere Arbeit lässt sich in zahlreichen [intern]Presseveröffentlichungen nachlesen. Schon 1999 sahen wir beim Internationalen Blindentheaterfestival der O.N.C.E. in Almeria/Spanien, was alles möglich ist und knüpften wertvolle Kontakte. Auftreten durften wir auch beim [extern]EUCREA-Festival 2001 in Marburg.

Und schließlich erhielt die Gruppe NullOptik - die weiterhin integrativ jedoch unabhängig von der blista arbeitete - 2005 auf Antrag des KFZ Marburg einen  Förderpreis für Kultur“ der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren (LAKS) mit Unterstützung des Kultusministeriums für ihre Produktion [intern]Kleide mich in Liebe“.

Ein Höhepunkt unserer Arbeit war das im Jahre 2002 von uns organisierte Internationale Theatertreffen mit blinden und sehbehinderten Jugendlichen aus ganz Europa „Punktspiele“, die hier ausführlich dokumentiert sind.
Darauf folgte 2003 zum Beispiel ein Gegenbesuch mit unserer Gruppe in Budapest, wo wir die Arbeitsweise der dortigen Blinden-Theatergruppe kennen gelernt haben.
Seitdem sind wir bei Festivals in Bern (2007), Berlin (2008), Sofia (2008) und Hamburg (2010) aufgetreten. Mit dem Stück [intern]„Blickfang” machten wir die Sehbehinderung zum Thema und erreichten damit große Resonanz.
Wir können jetzt (2010) auf mittlerweile 18 Produktionen zurückschauen - und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

In [intern]Karin Winkelsträter haben wir die richtige Frau gefunden, eine Theaterbesessene, die Lust hatte, sich auf ein Experiment einzulassen und mit der Lehrerin [intern]Monika Saßmannshausen neue Wege zu gehen, die hier für Sie dokumentiert sind.

Inzwischen ist Theaterarbeit mit Blinden und Sehbehinderten keine exotische Einzelaktion mehr und wir freuen uns sehr, zu dieser Entwicklung beigetragen zu haben.

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