Betriebspraktika
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BEPRA 2006/2007
Betriebspraktikum der 10. Klassen
Das Kennenlernen der Arbeitswelt steht im Mittelpunkt des Sozialkundeunterrichts in der Jahrgangsstufe 10. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich im Laufe dieses Schuljahres mit der Arbeitswelt vertraut machen. Viele Aspekte gilt es dabei zu berücksichtigen:
Im Unterricht geht es zunächst um die eigenen Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten - und das eigene Selbstbild.
Die Schüler machen sich anschließend mit Berufsbildern und Berusfsbeschreibungen vertraut. Dabei kommt u. a. auch das Internet zum Einsatz.
Welche „Schlüsselqualifikationen“ - Fächer übergreifende besondere Eigenschaften wie z. B. Teamfähigkeit, Offenheit, Kommunikationsfähigkeit, praktische Intelligenz etc. - werden verlangt?
Als erster Leistungsnachweis wird eine Bewerbung mit einem Lebenslauf geschrieben. Es folgt dann das Bewerbungstraining inklusive der Rollenspiele, bei denen man Bewerbungsgespräche selbst durchspielt.
Im Dezember gab es für alle Klassen an einem Vormittag einen besonderen Höhepunkt: Das Planspiel „Konflikte in der Metallindustrie“, in dem sich alle in verschiedenen Rollen (Betriebsleitung, Betriebsrat, Presse etc.) ausprobieren konnten.
Am 17. Januar 2007 fuhren die 10. Klassen mit ihren Lehrern zum VW-Werk in Baunatal, in dem Getriebe, die Karosserie des VW-Passats, Austauschmotoren sowie Getriebe- und Motorengehäuse hergestellt werden. Neben einer allgemeinen Einführung über das Werk in Kassel und den VW-Konzern als „Global Player“ besichtigten die Schülerinnen und Schüler die Werkhallen I und II des Baunataler Werkes und schnupperten dabei in die Produktion von Motoren, Getrieben und Karosserien des größten deutschen Autoherstellers.
Die Firma Hoppe als großer
mittelständischer Betrieb in
Stadtallendorf war das Ziel aller 10. Klassen im
Juni 2007.
Hoppe ist Marktführer in der Herstellung von
Fenster- und Türarmaturen
und produziert mit über 3000 Mitarbeitern in 9
Ländern. Neben einem einleitenden Vortrag über Unternehmen,
Unternehmensphilosophie und betrieblicher Strukturen hatten wir
die Gelegenheit, einen Blick in die Produktion hochwertiger
Metallarmaturen für Fenster und Türen zu werfen.
Höhepunkt war natürlich das
Betriebspraktikum in Anfang Mai 2007.
Es galt dabei, den Arbeitsalltag in einem beruflichen Umfeld kennen
zu lernen, für das man sich besonders interessiert.
Das sollte nicht heißen: Ich erprobe mich in meinem Traumberuf.
Im Mittelpunkt stand dabei auch immer die Reflexion der eigenen Behinderung vor dem Hintergrund der beruflichen Anforderungen.
Parallel dazu wurden Einzelberatungen beim Arbeitsamt angeboten.
Am Ende galt es, das Betriebspraktikum in einem Praktikumsbericht auszuwerten. Der BEPRA-Bericht wurde dabei als schriftlicher Leistungsnachweis gewertet.
Das BEPRA-Projekt ist der erste Teil der Berufsorientierung an der CSS. Am Ende der Jahrgangsstufe 10 müssen alle Schülerinnen und Schüler entscheiden, wie ihr weiterer Weg schulisch oder beruflich weiter geht.
Dazu stellt die Blista verschiedene Schulzweige und Berufsausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.
In der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums wird in der zweiten Januarhälfte das BOSS-Praktikum (Berufsorientierung sehbehinderter und blinder Schülerinnen und Schüler) durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler haben dabei die Möglichkeit, in ganz Deutschland Universitäten und Betriebe zu erkunden. Jetzt soll ganz gezielt in dem aller Wahrscheinlichkeit nach späteren Berufsfeld Universität und Betrieb kennen gelernt werden.
Wir Lehrer hoffen, mit dieser Struktur der Berufsorientierung an der CSS allen beteiligten Schülerinnen und Schülern während ihrer Schullaufbahn an der CSS zu helfen, ihren eigenen Weg zu Studium und Beruf zu finden.
Am Ende erhalten alle Absolventen der CSS den Berufsorientierungspass, in dem alle absolvierten Teile der Berufsorientierung an unserer Schule dokumentiert und bescheinigt werden. Dieser Pass kann später bei Bewerbungsverfahren mit eingereicht werden.
blista