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Die Berufsorientierung für sehgeschädigte Schüler
Abitur! - und was dann? Diese Frage stellen sich einige Schüler erst nach der letzten Prüfung. Zu oft kommt es dann zu unüberlegten Schnellentscheidungen und somit leider auch zu Fehlentscheidungen. Verlorene Jahre sind das Ergebnis.
Deshalb hat die Berufs- und Arbeitswelt einen neuen Stellenwert in Schule und Internat erhalten. Berufsorientierung für sehgeschädigte Schüler (BOSS) ist der Name des von der Schule und dem Internat seit 2000 durchgeführten Projektes, das für diesen neuen Ansatz in unserem Bildungsangebot steht.
Zweck von BOSS ist es, die Entscheidungsprozesse der Schüler hinsichtlich der Berufswahl frühzeitig in Gang zu setzten bzw. den Schülern Strategien und Entscheidungshilfen mit auf den Weg zur Berufswahl zu geben. BOSS kann selbstverständlich nur ein kleiner Baustein beim Berufswahlprozeß bieten.
Was heißt dies konkret?
Das BOSS Projekt besteht z.Zt. aus vier wesentlichen Bausteinen:
- einem sechswöchigen Unterrichts-block im zweiten Halbjahr der Klassenstufe 11. Hier lernen die Schüler u.a. mehrere Institutionen kennen, an die sie sich bei ihrer Endscheidungsfindung wenden können. Zudem erhalten die Schüler einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten einer beruflichen Qualifikation.
- Einem Bewerbungstraining, denn unsere Schüler werden durch ihre Sehschädigung bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Praktikumsplatz mit besonderen Problemen konfrontiert.
- einer zweiwöchigen Hochschul- und Berufserkundung zum Ende des 1. Halbjahres in der Jahrgangsstufe 12. In dieser Zeit haben die Schüler die Möglichkeit, auch außerhalb von Marburg, Universitäten, Fachbereiche, Betriebe und Behörden als zukünftige Ausbildungs- und Arbeitsstätten zu erkunden.
- Der BOSS- Tag als Begegnungsmöglichkeit zwischen unseren Schülern und Vertretern verschiedener Berufsgruppen aus Ausbildung und Beruf.
Und wie geht es weiter?
Durch Befragung der Schüler und durch eine Auswertungskonferenz aus beteiligten Kollegen, Arbeitsamt, ZAS, Internat und Schulleitung haben wir in den ersten Jahren versucht, das Profil des Projektes zu verbessern.
In diesem Jahr wird es darum gehen, Termine und Inhalte an die Veränderung der Gymnasialen Oberstufe anzupassen.
blista