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Der Marburger Planetenlehrpfad

Planetenlehrpfade - Modelle unseres Sonnensystems - sollen helfen, die unvorstellbaren Dimensionen des Weltraums, die Größe der Himmelskörper und ihre Entfernungen zueinander, auch sinnlich nachzuvollziehen.
Der Marburger Planetenlehrpfad ist der erste auf der Welt, der diesen Zugang auch blinden Menschen ermöglicht.
Der gewählte Maßstab von 1:1 Milliarde - ein Meter im Modell entspricht einer Million Kilometer im Weltraum - eignet sich sehr gut für einen anschaulichen Vergleich.

Der Planetenlehrpfad entstand 1995 als Projekt der Politik-AG der Carl Strehl Schule, dem Gymnasium für Blinde und Sehbehinderte der Deutschen Blindenstudienanstalt (Blista) in Marburg. Initiator und Organisator des Lehrpfades war der Lehrer Hans Junker. Im Zusammenhang mit dem AG-Thema "Kommunalpolitik" plante und realisierte er gemeinsam mit 7 Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10 vom September 1994 bis zum September 1995 diesen einzigartigen Lehrpfad. Die Astronomische Gesellschaft zeichnete Hans Junker dafür 1996 mit dem erstmals vergebenen „Hans-Ludwig-Neumann-Preis“ zur Förderung des astronomischen Schulunterrichtes aus.

Vorbild und Modell des Marburger Lehrpfades war der Planetenlehrpfad in Hude westlich von Bremen.
Seit 2001 gibt es auch eine viel beachtete Homepage zum Lehrpfad, die von Wolfgang Ruhland gestaltet wurde (www.planetenlehrpfad-marburg.de) - seit 2004 auch in einer englischen Version.

Anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Planetenlehrpfades übergab die Deutsche Blindenstudienanstalt im Jahre 2005 an die Stadt Marburg 11 Schautafeln, die entlang des Lehrpfades den Besuchern neben den Planetenlehrpfad-Stationen weitere wichtige Zusatzinformationen über die Sonne und ihre Planeten liefern.

Jubiläum 10 Jahre Marburger Planetenlehrpfad

Alle Medien des Lehrpfades wurden auch für blinde Menschen adaptiert. Die ausführlichen Texte auf den Schautafeln stehen als Hörbuch im Daisy-Format zur Verfügung. Die Broschüre des Lehrpfades gibt es auch in einer Braille-Version. Die Homepage steht Blinden in einer reinen Text-Version zur Verfügung. Und natürlich wurden auch Reliefkarten über den Verlauf des Lehrpfades hergestellt. Man findet sie auf dem Lehrpfad selbst oder in einer kolorierten Plastik-Version in der Carl-Strehl-Schule.

Die Deutsche Blindenstudienanstalt half auch beim Aufbau anderer Planetenlehrpfad-Projekte in Deutschland und Europa, indem sie ihnen ihre Bronzeplatten zur Verfügung stellte. Bisher wurden 9 Planetenlehrpfade damit ausgestattet. So trifft man auf die Marburger Bronzeplatten auch in Luxemburg (Schifflingen) und in Österreich (Auersbach in der Steiermark). In Deutschland liegt der nördlichste Lehrpfad in Wedel, der südlichste entsteht momentan in Engen in Baden-Württemberg.

Marburger Planetenlehrpfad

Planentenlehrpfad

Planetenlehrpfad Marburg

[extern]Webpräsenz des Plantenlehrpfades (extern)

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