Berufsfachschule IW
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Zweijährige Höhere Berufsfachschule
Fachrichtung Informationsverarbeitung und Wirtschaft
Bildungsabschluss/Perspektiven
Die Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung und Wirtschaft ist
eine zweijährige vollschulische Assistentenausbildung, an die sich der
einjährige Besuch der Fachoberschule Wirtschaft anschließt.
Nach zwei Ausbildungsjahren findet eine Abschlussprüfung statt. Wer die
Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt hat, ist berechtigt die
Berufsbezeichnung Staatlich geprüfte(r) kaufmännische(r)
Assistent(in) für Informationsverarbeitung/Wirtschaft
zu führen.
Die Assistentenausbildung mit anschließendem Besuch der Fachoberschule
vermittelt die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine qualifizierte
berufliche Tätigkeit im Bereich der Datenverarbeitung von Handel, Banken,
Industrie, Versicherungen und öffentlicher Verwaltung.
Der Unterricht in der Fachoberschule wird mit der Fachhochschulreifeprüfung
abgeschlossen. Den Absolventen stehen entweder der direkte Einstieg ins
Berufsleben oder ein Studium an Fachhochschulen jeder Fachrichtung offen.
Das Zeugnis der Fachhochschulreife berechtigt zur Aufnahme eines Studiums
an Fachhochschulen jeder Fachrichtung bzw. zur Aufnahme eines entsprechenden
Studiengangs an einer Gesamthochschule.
Unterrichtsinhalte
Die Unterrichtsinhalte gliedern sich in einen allgemeinbildenden und einen berufsbezogenen Bereich:
- Allgemeinbildender Unterricht: Deutsch, Politik, Naturwissenschaften
- Berufsbezogener Unterricht: Wirtschaftsmathematik, Englisch, Markt, Verwaltung, Controlling, Unternehmenssteuerung, Systementwicklung, Informations- und Kommunikationstechnik, Projektunterricht
Kenntnisse und Fähigkeiten, die vermittelt werden
Kernbereiche der Ausbildung sind das Entwickeln von kaufmännischen Fähigkeiten und Kompetenzen im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien für kaufmännisch-verwaltende Aufgaben. DV-Kenntnisse werden mit betriebswirtschaftlichen Anforderungen verknüpft, selbständiges, kundenbezogenes und qualitätsbewusstes Handeln gefördert.
Insbesondere werden folgende Qualifikationen vermittelt:
- Konfigurieren von Hardware
- Einführen und Anpassen von Anwender-Software
- DV-gestütztes Organisieren betrieblicher Tätigkeiten unter Einsatz von Standard- und Branchensoftware
- Vorbereiten des Einsatzes von Datenverarbeitungssystemen zur Beschaffung und Aufbereitung von Daten
- Auswertung und Weitergabe von Daten
- Mitwirken beim Jahresabschluss
- Gestalten von Texten und Grafiken
- Erstellen von Dokumentationen und Projektunterlagen
- Verwalten und Organisieren von betrieblichen Datenbeständen
- Mitwirken bei der Erfassung und Dokumentation der Unternehmensleistungen
- Anwenden rechtlicher Vorschriften, die für die Bewältigung betrieblicher Aufgaben relevant sind
- Verstehen englischer Fachtexte, Kommunizieren in der Fremdsprache in beruflichen Situationen
- Präsentieren von Arbeitsergebnissen
- Beachten von arbeits- und datenschutzrechtlichen Bestimmungen
- Beraten von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Schulung von Beschäftigten und Hilfestellung beim Einsatz von Datenverarbeitungssystemen
- Mitgestalten einer rationellen Büro- und Arbeitsplatzorganisation
- Beachten von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
- Kommunizieren und Kooperieren im Team
Besonderheiten
- Dem EDV-gestützten Unterricht kommt in der Ausbildung eine wesentliche Rolle zu. Den Schülern und Schülerinnen stehen in allen Fächern PC-Arbeitsplätze zur Verfügung, die speziell auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler abgestimmt sind (PC-Einstellungen, Hilfsmittel).
- Der Unterricht in kleinen Lerngruppen ermöglicht einen in hohem Maße schülerorientierten Unterricht, eine individuelle und Betreuung und Förderung der Schüler sowie eine intensive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten.
- Es besteht die Möglichkeit den Europäischen Computer Führerschein (ECDL) zu erlangen.
- In einem fünf- bis sechswöchigen Praktikum können die in der Schule erworbenen Kenntnisse in konkreten beruflichen Anforderungssituationen angewandt und erweitert werden.
Voraussetzungen
Ein Mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss, Abschlusszeugnis der 2-jährigen Berufsfachschule, Versetzungszeugnis nach Jahrgangsstufe 11 der Gymnasialen Oberstufe, Fachschulreife oder ein gleichwertig anerkanntes Zeugnis) ist Voraussetzung für die Aufnahme in die Höhere Berufsfachschule. Daneben sollte man Interesse an Informations- und Kommunikationstechnologien sowie an kaufmännischen Inhalten und wirtschaftlichen Zusammenhängen mitbringen.
blista