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Allgemeines Gymnasium

In kleinen Klassen (6-12 Schüler), die das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse und Wahrnehmungsformen ermöglichen, wird in Anlehnung an die Rahmenlehrpläne des Landes Hessen für Gymnasien unterrichtet. Nach eingehenden Diskussionen hat sich die CSS gegen die Verkürzung der Sekundarstufe I auf 8 Schuljahre entschieden.

  1. Die Eingangsstufe 5/6
  2. Die Jahrgangsstufen 7-10
  3. Die Oberstufe
  4. Zugangsvoraussetzungen

Die Eingangsstufe 5/6

Der Einstieg ins Gymnasium wird erleichtert durch die starke Rolle des Klassenlehrers, der mehrere Fächer in seiner Klasse unterrichtet und die Schüler intensiv begleitet. Jede Schulwoche beginnt mit einer Klassenlehrerstunde, in der die Schüler Erfahrungen austauschen, Klassenregeln erarbeiten, die Woche planen etc., sie endet am Freitag um 11.30 Uhr, damit die Schüler frühzeitig nach Hause fahren können.
Besondere Merkmale der Eingangsstufe sind:

  • "Offener Anfang": Die Schüler haben Zeit, in der Schule anzukommen, sich auf den Unterricht vorzubereiten, zu spielen oder mit Schülern, Lehrern und Betreuern den Kontakt zu suchen. Der Unterricht der 1. Doppelstunde beginnt ensprechend etwas später, dafür aber mit lernwilligen und leistungsbereiten Schülern.
  • Teamteaching in bestimmten Fächern (GdL, AÜ), um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schüler gerecht zu werden
  • Methodentraining durch das Fach "Grundlagen des Lernens" (GdL): Orientierung am Arbeitsplatz, Arbeitstechniken, Lerntechniken, Umgang mit Karten und Tabellen, Einführung in naturwissenschftliches Arbeiten
  • individuelle Förderung sowohl im sonderpädagogischen als auch im fachlichen Bereich (Mobilitätstraining, Leseförderung, Rechtschreibung, kreatives Arbeiten etc.) - die Angebote werden an den Bedürfnissen der Schüler orientiert
  • enge Zusammenarbeit mit Eltern, Internatsmitarbeitern und O&M-Trainern aus RES
  • Erlebnispädagogik in der Klasse 5 (Abenteuerprojekt)
  • Lernen vor Ort: Klassenfahrt an die Nordsee mit biologischem Schwerpunkt in Klasse 6
  • Sportprojekt (Klasse 6)

In der Klasse 5 legen wir besonderen Wert auf das Training der Basistechniken, d.h., die Schüler werden sowohl in ihrer individuellen als auch in den allgemeinen Arbeitstechniken gefördert. In Klasse 6 setzt der Unterricht in Textverarbeitung ein, um die Schüler auf den Umgang mit dem Laptop ab Klasse 7 vorzubereiten.

Die Jahrgangsstufen 7-10

Im Unterricht der Mittelstufe setzt die CSS folgende Akzente:

  • Klassenlehrerstunde: Erfahrungsaustausch, Planung gemeinsamer Aktivitäten, soziales Lernen, Konfliktbewältigung, Umgang mit der Behinderung, Klassenrat, Förderplanung mit einzelnen Schülern
  • Pflege des musischen Bereichs: Ausweitung der Stundentafel in Kunst und Musik sowie Angebot verschiedener Arbeitsgemeinschaften
  • Orientierung des Sportangebotes und der Fahrten an den Natursportarten: Reiten (Klasse 7), Wassersport (Rudern, Paddeln, Kajakfahren in Klasse 8), Skilauf (Langlauf und Alpinlauf in Klasse 9)
  • Lernen in vernetzten Bezügen, Schulung in den IT-Arbeitstechniken: Textverarbeitung als verbindliches Unterrichtsfach ab Klasse 6, Notebook-Projekt in Klasse 7, Laptop-Klassen ab 7, ECDL-Schulungsangebote und Prüfungen
  • Pflege der fremdsprachlichen Kompetenz: Neben Englisch als 1. Fremdsprache kann Latein oder Französisch als 2. Fremdsprache gewählt werden; ab Klasse 9 wird als 3. Fremdsprache Spanisch angeboten, Italienisch kann als AG belegt werden. Unterstützt werden diese Aktivitäten durch Schüleraustausch mit Einrichtungen in Frankreich, England und Polen. Bilinguales Modul (Englisch/Geschichte)
  • Nawi-Projekt: Gemeinsamer Unterricht der Fächer Biologie, Chemie und Physik möglich, Teamteaching durch zwei Kollegen, die die Fächer vertreten, von 7 bis 10
  • ökologische Bildung und Umwelterziehung: AG-Angebot, Teilnahme an Wettbewerben, ökologisches Handeln im Alltag
  • Projektorientierung und Praktika
  • individuelle Förderung: Förderkurse in Mathematik, Englisch, Rechtschreibung/Zeichensetzung, Deutsch als Zweitsprache
  • Schulzweigorientierung zur qualifizierten Wahl des Bildungsganges in der SEK II
  • Handlungsorientierung
  • Präsentations-Portfolio
  • [intern]Betriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 10

Die Oberstufe

In den Oberstufen der CSS

haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, aus einem vielfältigen Angebot von Fächern auszuwählen und eine individuelle Schwerpunktsetzung neben den verbindlich vorgegebenen Kursen vorzunehmen. Beide Oberstufen führen in 3 Jahren zur allgemeinen Hochschulreife, setzen dabei jedoch unterschiedliche Akzente.

In der Jahrgangsstufe 11 werden die Schülerinnen und Schüler auf die Arbeit in der Qualifikationsphase (12/13) vorbereitet. Durch die Verstärkung von Fächern (Deutsch, Englisch, Mathematik) mit zusätzlichen Stunden können Lerndefizite ausgeglichen werden und Lerngruppen, die zum Teil zunächst sehr inhomogen sind (Abgänger mit qualifiziertem Realschulabschluss aus verschiedenen Schulformen und Bundesländern, Übergänger aus inklusiver Beschulung, Schüler der Sekundarstufe I der CSS) gewöhnen sich Schritt für Schritt an das selbständige Lernen im Kurssystem.

In zwei zu wählenden Leistungsvorkursen (1. Leistungsfach im allgemeinen Gymnasium muss die 1. Fremdsprache, Mathematik oder eine Naturwissenschaft sein) werden die Schülerinnen und Schüler an wissenschaftspropädeutisches Arbeiten herangeführt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, freiwillig Sozialwissenschaften oder Informatik zu belegen. Bei durchgängiger Belegung von 11-13 können beide Fächer als Prüfungsfach im Abitur gewählt werden.

Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I keine 2. Fremdsprache erlernt haben, beginnen in der Jahrgangsstufe 11 wahlweise mit Französisch oder Latein. Die neu begonnene 2. Fremdsprache ist bis zum Abitur zu belegen und kann als Prüfungsfach in der Abiturprüfung (Möglichkeit zum Erwerb des Latinums) gewählt werden.

Alle neu in die CSS aufgenommenen Schülerinnen und Schüler werden auf ihrem eingeschlagenen Weg individuell gefördert (Sehrest- u. Hilfsmittelberatung, Mobilitätstraining, Förderunterricht, Einweisung in den Gebrauch der Notebooks etc.) und, soweit noch nicht vorhanden, mit einem Laptop ausgestattet, der sie bis zum Abitur begleitet: schließlich ist die CSS eine Laptop-Schule.

Darüber hinaus bietet die Oberstufe ihren Schülerinnen und Schülern ein umfangreiches Studienfahrtenprogramm, das das "Lernen vor Ort" fördert, zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, ein Methodentraining und ein Projekt zur Studien- und Berufswahl (BOSS: Berufs- und Studienorientierung sehgeschädigter Schüler).

Weiter ausgebaut wird die Kooperation mit einem benachbarten Marburger Gymnasium. So besuchen Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule (MLS) Kurse im Leistungsfach Musik und im Grundkursfach Informatik in der CSS. Umgekehrt nehmen Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung von Ambulanz- und Fachlehrern der CSS an Kursen der MLS (z.B. in Spanisch, Französisch, Russisch oder auch Physik) teil.

Seit 2007 gibt es in Hessen eine zentrale Abschlussprüfung für Abiturienten - das Landesabitur. Dem stellen sich die Absolventinnen und Absolventen von Anfang an erfolgreich. Die Schulleitung sorgt in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium für einen barrierefreien Zugang zu den Aufgabenstellungen und wacht über die Chancengleichheit unserer selbständigen und selbstbewussten Abiturientinnen und Abiturienten.

Zugangsvoraussetzungen

Die Aufnahme in die gymnasiale Oberstufe kann erfolgen, wenn

  • die Eignung von Seiten der Carl-Strehl-Schule nach vorheriger Bewerbung festgestellt wird

und

  • ein Versetzungszeugnis in die Jahrgangsstufe 11 einer öffentlichen oder staatlich anerkannten gymnasialen Oberstufe vorliegt

oder

  • der Mittlere Abschluss (Realschul- oder vergleichbarer Abschluss, Notendurchschnitt s. u.) nachgewiesen wird und die Klassenkonferenz der abgebenden Schule die Eignung für den Übergang in die gymnasiale Oberstufe ausspricht.

Die Aussprache der Eignung setzt voraus, dass die bisherige Lernentwicklung, der Leistungsstand und das Arbeitsverhalten eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht erwarten lassen und dass der Mittlere Abschluss mit einer Durchschnittsnote von besser als befriedigend in den Fächern Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache und einer Naturwissenschaft sowie in den übrigen Fächern gleichfalls einer Durchschnittsnote von besser als befriedigend erreicht wurde.

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