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- 2005
Weiters aus der RES (Teil 2/2)
Blindentechnische Grundausbildung
Insgesamt nahmen 25 Rehabilitanden im Alter von 12 bis 54 Jahren an der Blindentechnischen Grundausbildung (BtG) teil. 16 von ihnen lebten in dieser Zeit in der Wohngruppe am Renthof, 9 Personen waren externe Teilnehmer.
Zum März bzw. September haben 8 Teilnehmer die BtG erfolgreich abgeschlossen, 2 Personen brachen die Reha-Maßnahme aus medizinischen Gründen ab, eine dieser beiden Personen ist zwischenzeitlich leider verstorben. Für die übrigen war die Reha-Maßnahme am Ende des Jahres noch nicht abgeschlossen.
Von den 8 Absolventen wechselten 2 Schüler an die CSS, 1 Teilnehmer nahm anschließend ein Studium auf, 2 Absolventen planten eine Ausbildung bzw. ein Studium und für 3 Teilnehmer bestand die Zielsetzung, in den häuslichen Bereich zurückzukehren.
Berufliche Weiterbildung zum Rehabilitationslehrer für Blinde und Sehbehinderte (O&M und LPF)
Im März begann der inzwischen 13. Ausbildungskurs mit 8 Teilnehmern. Die Gruppe besteht aus 4 Frauen und 4 Männern im Alter von 22 bis 54 Jahren. Unterschiedliche Vorqualifikationen (2 Ergotherapeuten, 1 Heilpädagogin, 1 Physiotherapeut, 1 Augenoptiker, 1 Erzieherin, 1 Grundschullehrer) bieten die Gewähr, dass Erfahrungsfelder verschiedenster Art das Ausbildungsgeschehen bereichern. Die Teilnehmer kommen aus Königswusterhausen, Köln, Kassel, Würzburg, Marburg, Frankfurt, Koblenz und aus der Schweiz. Wir können davon ausgehen, dass die Absolventen in den unterschiedlichsten Regionen ihre Dienste anbieten werden. Besonders auffällig ist zudem, dass 6 der 8 Teilnehmer die Ausbildung mit privaten Mitteln finanzieren, lediglich für 2 Kursteilnehmer übernimmt ein Leistungsträger (hier die BfA) die Kosten.
Frühförderung
Zum Stichtag 31.12.2005 wurden im Rahmen der mobilen Hausfrühförderung 46 Kinder im Alter unter sieben Jahren betreut. Die Förderung der Kinder und die Beratung der Eltern finden in der Regel in einem wöchentlichen oder 14-tägigen Rhythmus im Elternhaus statt. Die Kinder stammen aus den Landkreisen Marburg-Biedenkopf (23), Lahn-Dill (4), Waldeck-Frankenberg (5), Schwalm-Eder (2) sowie den Städten Gießen (8) und Wetzlar (4). 34 Kinder sind entsprechend der gesetzlichen Normen als sehbehindert (74 %) und 6 als blind (13 %) zu bezeichnen. Zudem wurden 6 Kinder von blinden Eltern betreut (13 %). Die überwiegende Zahl der betreuten Kinder weist zusätzlich zur Blindheit bzw. Sehbehinderung weitere, zumeist schwerwiegende Behinderungen auf (31 Kinder; 67 %). Wie die Altersverteilung der 18 im Jahr 2005 neu aufgenommenen Kinder zeigt, konnte bei über der Hälfte der Kinder (10) bereits im ersten oder zweiten Lebensjahr mit der Förderung begonnen werden. Der Anteil an Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund (zum Teil mit deutscher Staatsbürgerschaft) beläuft sich auf 24 % (11 Kinder).
Ausbildung zur Informatikkauffrau / zum Informatikkaufmann
Verteilt auf alle drei Ausbildungsgruppen, nahmen im Jahresmittel 20 junge sehbehinderte und blinde Menschen an der Ausbildung teil. Am 28. Juni 2005 haben 5 von ihnen ihre Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer erfolgreich abgelegt.
Die Arbeitserprobung, die zum einen der Feststellung der fachlichen und persönlichen Eignung des Ausbildungsbewerbers dient, und zum anderen dem Bewerber die Möglichkeit der intensiven Auseinandersetzung mit dem Berufsbild des Informatikkaufmannes bieten soll, fand vom 4. bis zum 7. April statt. Am 01.09. haben daraufhin 6 Auszubildende begonnen. Das 16-wöchige externe Betriebspraktikum steht jeweils am Ende des 2. Ausbildungsjahres. Dabei waren unsere Teilnehmer bei Unternehmen in der freien Wirtschaft in Wilhelmshaven, Oldenburg, Berlin, Cölbe, Marburg und Horb am Neckar sehr erfolgreich tätig und konnten weitere Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern knüpfen.
blista