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Aus der Carl-Strehl-Schule

Seit über 10 Jahren wies die Carl-Strehl-Schule (CSS) auf ihre Raumnot hin und forderte einen Ergänzungsbau. In der Zwischenzeit wurde das Bildungsangebot der Schule um die Eingangsstufe 5/6 und die beruflichen Schulformen (Ausbildung zum Assistenten in Informationsverarbeitung - Wirtschaft und zum Assistenten im Fremdsprachensekretariat) erweitert. Diese Erweiterungen des Bildungsangebotes wurden gut angenommen und verschärften insgesamt das Problem der Raumknappheit. Endlich traf im Herbst 2005 der Bewilligungsbescheid des Landes Hessen ein. Anlässlich der Mitgliederversammlung des Vereins Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. konnte am 19. November 2005 der erste Spatenstich feierlich vollzogen werden.
Ein wichtiges Thema der bildungspolitischen Debatte in Hessen war im Jahr 2005 die Vorbereitung auf das (zentrale) Landesabitur. Die CSS nahm aktiv daran teil und stellte den mit den Vorbereitungen beauftragten Fachkommissionen ihre Methoden und Arbeitsbedingungen vor. Sie verfolgte dabei das Ziel, Blinden und Sehbehinderten die Teilnahme an den zentralen Prüfungen, die erstmals für das Jahr 2007 geplant sind, ohne Einschränkungen zu ermöglichen. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die von uns vorgetragenen Anliegen mit Interesse und Aufmerksamkeit wahrgenommen wurden.
Die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit privateigenen Laptops und die Umstellung unterrichtlicher Methodiken zur Nutzung dieser neuen Technologien schritt weiter voran: Im Schuljahr 2005/2006 nehmen alle Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 7-9 und eine Klasse der Jahrgangsstufe 10, also insgesamt 71 Schüler, am so genannten Laptop-Projekt teil. Es zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler in den weitaus meisten Fällen verantwortlich mit ihren Geräten umgingen und dass sich der Umfang der technischen Dienstleistungen der Schule in einem handhabbaren Rahmen bewegt. Zum Laptop-Projekt gehören die flankierenden Fortbildungsmaßnahmen sowohl der Kolleginnen und Kollegen in der Schule als auch schulübergreifend im Verbund der vier hessischen Förderschulen für Blinde und Sehbehinderte.

Tabelle 1: Anzahl der SchülerInnen in den Schulformen (AG/BG: allgemeines / berufliches Gymnasium; BIW/FSK: Assistentenausbildung, Informationsverarbeitung-Wirtschaft/Fremdsprachen-Sekretariat; IK: Informatik-Kaufmann)
Gymnasium Berufliche Schulformen
Eingangsstufe Mittelstufe Oberstufe (AG) Oberstufe (BG) FOS BFS / BIW BFS / FSK Berufsschule
IK
Klasse 5/6 7-10 11-13 11-13 11-12 11-12 11-12 1-3
Anzahl
davon
22 96 66 28 19 14 12 20
bl 13 52 40 16 9 9 9 11
sb 9 44 26 12 10 5 3 9

Die Schülerzahl entwickelte sich insgesamt erfreulich: In Tabelle 1 ist die Verteilung der Schülerzahlen auf die Schulformen zu Beginn 2005 angegeben. Die Bundesländer der Herkunftsorte sind in Tabelle 2 angegeben:

Tabelle 2: Herkunftsländer
Land Anzahl
Bayern 14
Berlin 14
Baden-Württemberg 32
Hessen 65
Bremen 3
Hamburg 1
Mecklenburg-Vorpommern 8
Nordrhein-Westfalen 69
Niedersachsen 34
Rheinland-Pfalz 23
Sachsen 4
Sachsen-Anhalt 3
Saarland 9
Schleswig-Holstein 4
Thüringen 4

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