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- 2005
Die Rehabilitationseinrichtung RES
Am 31.12.2005 endete für die Rehabilitationseinrichtung für Blinde und Sehbehinderte (RES) ein überaus ereignisreiches Jahr. Hier einige zentrale Ereignisse und Aktivitäten.
- Die Mitarbeiterin Waltraud Czieslik führt in Doha (Qatar) von Anfang Februar bis Mitte März zum zweiten Mal eine Fortbildung für Mitarbeiterinnen der Schule Al Noor durch.
- Am 22. April wird das neue Angebot „Sehbehindert - was tun? Mobile Beratung für sehbehinderte Senioren“ der Öffentlichkeit vorgestellt.
- Im Mai findet nicht nur die alljährliche EDV-Ausstellung statt, sondern es werden gleichzeitig auch im Rahmen einer großen Studie im Bereich Hörforschung die von Prof. Fleischer und seinem Team von der Universität Gießen angebotenen Hörtests durchgeführt.
- Der 11. Mai bringt erfreuliche Post. Endlich gibt es die unterschriftsreife Vereinbarung mit der AOK Hessen und anderen Krankenversicherungen zur „Versorgung mit dem Blindenlangstock und seinen Gebrauch“. Nach ca. 4 Jahren Verhandlung wurde am Ende doch noch ein zufrieden stellendes Ergebnis erzielt. Die seit ca. 2 Jahren andauernden gemeinsamen Bemühungen des Berufsverbandes der Rehabilitationslehrer für Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF), der Selbsthilfe und den Ausbildungsstätten, eine gesetzliche Regelung für Schulungen in LPF zu erreichen, konnten noch nicht erfolgreich abgeschlossen werden.
- Ebenfalls im Mai findet das traditionelle „Marburger Elternseminar“ statt. Dieses Seminar für Eltern, deren Kinder nicht die blista besuchen, wird erstmalig zusammen mit den Kindern durchgeführt.
- Am 23. Juni schließen alle pädagogischen Fachkräfte der Frühförderstelle der RES im Rahmen eines erstmals durchgeführten Abschlusskolloquiums die „Weiterbildung zur Frühförderin/zum Frühförderer für blinde und sehbehinderte Kinder“ des VBS erfolgreich ab. In einem kleinen Festakt werden die Abschlussurkunden übergeben. Vertreter vom hessischen Sozialministerium, des Blinden- und Sehbehindertenbundes in Hessen, des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf, des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen und vom Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen und -pädagoginnen waren der Einladung zur Feierstunde gefolgt.
- Die Frühförderstelle für blinde und sehbehinderte Kinder feiert am 17. September im Rahmen des jährlichen Sommerfestes den 20. Geburtstag gemeinsam mit Eltern, Kindern, Ehemaligen und Gästen.
- Am 24. September feiert die Ausbildung zum Informatikkaufmann/zur Informatikkauffrau (früher Datenverarbeitungskaufmann/Datenverarbeitungskauffrau) mit Ehemaligen und Gästen ebenfalls ihr 20jähriges Bestehen.
- Im Dezember wird das komplett überarbeitete Curriculum der „Weiterbildung zum Rehabilitationslehrer für Blinde und Sehbehinderte“ dem hessischen Kultusministerium übergeben. Wir sind damit unserem Ziel, eine staatliche Anerkennung und somit ein geschütztes Berufsbild zu erhalten, ein Stück näher gekommen.
Weitere Stichworte
Der Fortbildungskatalog 2005 erfuhr sehr gute Resonanz, nahezu 200 Teilnehmer nahmen die Fortbildungen in Anspruch. Davon waren 125 externe Gäste.
Wie ein roter Faden zogen sich gravierende Probleme bei der Umsetzung der beruflichen Rehabilitation durch das Jahr 2005. Hartz IV und die damit einhergehenden neuen Strukturen durch „optierende Kommunen“ und Arbeitsgemeinschaften, Unklarheiten in der Zuständigkeit und mangelnde Qualifikationen der Mitarbeiter in zahlreichen Dienststellen blockierten für viele den Weg in eine berufliche Zukunft. Mehrere Treffen von Einrichtungs- und Selbsthilfevertretern konnten in ersten Schritten lediglich etwas Licht ins Dunkel bringen.
In der gewohnt guten Zusammenarbeit mit der Marburger Agentur für Arbeit wurde zumindest für die neuen Azubis der Ausbildung zum Informatikkaufmann eine Lösung gefunden, die es jedem geeigneten Bewerber erlaubte, am 1. September mit der Ausbildung zu beginnen.
blista