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Aus der Carl-Strehl-Schule

Das zurückliegende Jahr kann aus Sicht der Carl-Strehl-Schule als außerordentlich erfolgreiches bezeichnet werden. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre wurde ein Schüler unserer Schule mit dem Bambi ausgezeichnet und sorgte für ein gewaltiges Medieninteresse; der 13-jährige Kevin Barth erhielt den Bambi für sein besonderes Engagement während der Fußball- WM. Überhaupt Fußball-WM: Dieses Ereignis bot Schülern und Lehrern inklusive Herrn Hertlein als Direktor der blista und Oberbürgermeister Vaupel als Betreuer die Gelegenheit, Spiele hautnah in den Stadien zu erleben. Wer keine Karten ergattern konnte, dem bot die Fußball WM-AG die Möglichkeit, bei strahlendem Sonnenschein die Spiele auf einem großen Monitor auf dem blista-Gelände zu erleben.

Im September 2006 feierten Schule, blista und DVBS ihr 90-jähriges Jubiläum mit einer Premiere. Die Veranstaltungen für Schüler und Mitarbeiter wurden von Schülern vorbereitet und durchgeführt und ließen die Geschichte der Einrichtung in verschiedenen Jahrzehnten deutlich werden. Im Rahmen eines Erzählcafes befragten Schüler des Leistungskurs Geschichte, der schon im Frühjahr den 2. Preis des Video- und Internet-Wettbewerbes zum 60. Jubiläum des Landes Hessen gewonnen hatte, ehemalige Schüler und Lehrer/Schulleiter zur Situation der blista in den 50er, 60er und 70er Jahren - die Bearbeitung in Film-Form ist in Vorbereitung.
Der schulische Ergänzungsbau wuchs stetig in die Höhe. Wo in den 70er Jahren ein gigantischer 7-geschossiger Internatsbau geplant, aber verhindert wurde, entsteht nun ein Schulhaus für die Eingangsstufe 5/6 und das musische Angebot der CSS: Das geschwungene Dach möge vielen Talenten Flügel verleihen.
Auch die Nachfrage von Schülern und Eltern nach den Angeboten der CSS ist weiterhin groß. Die Qualität unserer Arbeit und die Leistungen unserer Schüler würdigte der Bundespräsident in seiner kurzen beeindruckenden Begrüßung: Ich komme nach Marburg immer wieder mit einem guten Gefühl, weil meine Tochter mal hier war und hier Abitur gemacht hat. Als er fortfährt und aufgrund seiner persönlichen Beobachtungen beschreibt, dass, wer blind oder sehbehindert ist, eben doch mit Nachteilen zu kämpfen hat, die Zeit, Kraft und Nerven kosten, spüren viele Zuhörer, dass dieser Mann verstanden hat, wovon er spricht, und was die wirklichen Herausforderungen für blinde und sehbehinderte Menschen im Alltag sind. Auch eine weitere Aussage, direkt an die anwesenden Schülerinnen und Schüler gerichtet, beeindruckt viele Zuhörer. Geben Sie sich nicht zu schnell zufrieden, sagt Köhler. Ich möchte niemand zu etwas verleiten, aber versuchen Sie einen Beruf zu finden, der Ihren Talenten entspricht. So ermuntert er die Jugendlichen, sich den Herausforderungen zu stellen und trotz ihrer Behinderung ihren persönlichen Weg zu gehen, auch wenn er manchmal schwierig ist und einiges an Anstrengung verlangt.

Tabelle 1a: Anzahl der SchülerInnen in den Schulformen (AG/BG: allgemeines / berufliches Gymnasium)
Gymnasium
Eingangsstufe Mittelstufe Oberstufe (AG) Oberstufe (BG)
Klasse 5/6 7-10 11-13 11-13
Anzahl
davon
27876738
blind 20514820
sehbehindert 7361918
Tabelle 1b: Anzahl der SchülerInnen in den Schulformen (BIW/FSK: Assistentenausbildung, Informationsverarbeitung-Wirtschaft/Fremdsprachen-Sekretariat; IK: Informatik-Kaufmann)
Berufliche Schulformen
FOS
(Sozialwesen)
FOW
(Wirtschaft)
BFS
BIW
BFS
FSK
Berufsschule
IK
Klasse 11 bis 12 12 11 bis 12 11 bis 12 1 bis 3
Anzahl
davon
206111119
blind 1558914
sehbehindert 51325
Tabelle 2: Herkunftsländer
Land Anzahl
Baden-Württemberg 38
Bayern 18
Berlin 2
Bremen 1
Hamburg 1
Hessen 60
Mecklenburg-Vorpommern 7
Niedersachsen 35
Nordrhein-Westfalen 66
Rheinland-Pfalz 21
Saarland 5
Sachsen 3
Sachsen-Anhalt 4
Schleswig-Holstein 2
Thüringen 4

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