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- 2006
Das Internat
Neben der alltäglichen Arbeit hat die konzeptionelle Weiterentwicklung des Internatsbereiches auch im zurückliegenden Jahr eine wesentliche Rolle gespielt.
1. Altersheterogene Wohngruppen
Seit mittlerweile 3 Jahren läuft eine Erprobung altersgemischter
Belegung in 2 Wohngruppen, und zwar in der Liebigstraße 22 und in
der Poitiers-Straße 5.
Im Jahr 2004 kam die Friedrichstraße 11 als dritte Erprobungsgruppe
hinzu.
In diesen Wohngruppen sind Schülerinnen und Schüler
unterschiedlichen Alters ab der Jahrgangsstufe 7 bis zum
individuellen Wechsel in die Selbstständigen-Wohngruppe (SWG)
untergebracht. Durch die altersgemischte Belegung soll mehr
gegenseitige soziale Akzeptanz, wechselseitiges Lernen und
eine größere Kontinuität der Beziehungen entstehen.
Die Erfahrungen in den ersten drei Erprobungsjahren sind
überwiegend positiv. Die Erprobung ist auf 5 Jahre, also bis
2008 angelegt. Dann wird die Internatsleitung auf der Grundlage
der gesammelten Erfahrungen entscheiden, ob die Konzeption des
Internates in dieser Form auf altersheterogene Wohngruppen
umgestellt wird.
2. Differenzierung der Wohnformen
In zweierlei Hinsicht sind Konzepte in der Diskussion und
Entwicklung, die zu einer Differenzierung der Betreuungsformen
im Internat führen sollen:
Zum einen geht es dabei um eine Wohngruppe mit ganzjähriger,
also die Ferien einschließenden Betreuung. Die Notwendigkeit,
eine solche Wohnform zu schaffen, wurde in den letzten Jahren
immer dringlicher, weil wir vermehrt Jugendliche zu betreuen
hatten, die aus unterschiedlichen Gründen in den Ferien keinen
verlässlichen familiären Rückhalt haben.
Zum anderen geht es darum, eine Betreuungsform zu entwickeln,
die in der Lücke zwischen den Wohngruppen für Minderjährige und
den Selbstständigen-Wohngruppen angesiedelt ist.
Zu beiden Zielsetzungen hat in diesem Jahr eine Projektgruppe
ihre Arbeit aufgenommen.
Statistische Angaben
1. Wohngruppen
Gesamtzahl der Wohngruppen des Internates: 42
Hiervon:
21 Wohngruppen für Minderjährige mit insgesamt 168 Plätzen
4 Kleingruppen mit insgesamt 18 Plätzen
17 Selbstständigen-Wohngruppen mit insgesamt 57 Plätzen
Die Gesamtplatzzahl des Internates betrug somit 243 und war
unverändert gegenüber dem Vorjahr.
Die Auslastung unterlag im Jahresverlauf einigen Schwankungen,
war jedoch im Durchschnitt nahe an 100 %.
2. Bewohnerinnen und Bewohner
Zum Schuljahresbeginn 2006/2007 wurden 13 Kinder zur Klasse 5
aufgenommen, die die beiden geländenahen Wohngruppen Am Schlag
1.0 und Gabelsberger Straße 13.1 bezogen.
6 Neuaufnahmen zur Klasse 7 sowie 29 Quereinsteiger in
verschiedene sonstige Jahrgangsstufen und in die verschiedenen
Schulformen der Sekundarstufe II komplettierten die gesamte Gruppe
der „Neuen”.
Abermals wurde somit zum Schuljahreswechsel ca. ein Fünftel unserer Schüler- und Bewohnerschaft „ausgetauscht”. Nimmt man dann noch den Gesichtspunkt hinzu, dass von den 48 Neuen nur 4 über vorherige Internatserfahrung verfügten, kann man erahnen, wie tief greifend die Veränderungen für jeden einzelnen Schüler, aber auch für die Institution zum Schuljahreswechsel sind.
Zum Beginn des Schuljahres 2006/2007 waren ca. 40 % der Bewohnerinnen und Bewohner des Internats volljährig, 60 % minderjährig.
3. Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Zum Beginn des Schuljahres 2006/07 waren 99 hauptamtliche
pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Internat
beschäftigt, 28 Männer und 71 Frauen.
Davon hatten 67 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, also 67,5 %, ein Teilzeitbeschäftigungsverhältnis zwischen 50 % und 90 % einer Vollzeitstelle.
Die Altersstruktur stellt sich wie folgt dar:
unter 30 Jahren: 10%
30 – 40 Jahre: 16%
40 – 50 Jahre: 56%
über 50 Jahre: 18%
10 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Internates haben einen Schwerbehindertenstatus, 4 hiervon sind sehbehindert oder blind.
blista