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Aus der Braille-Druckerei

Das besondere Highlight des Jahres: „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ erschien am 27.10.2007 zeitgleich mit der Schwarzschrift. Wir konnten dazu eine Harry-Potter-Nacht zusammen mit der Buchhandlung Elwert veranstalten.
Diese Veranstaltung ist inzwischen als besonderer Event vom Carlsen Verlag und der Fachzeitschrift „BuchMarkt“ auf den 1. Platz gewählt worden.
Erstmals ist es in Deutschland gelungen, dass die Blindenschriftfassung zeitgleich mit der Originalausgabe für Sehende erschien. Wir hoffen, dass dies auch mit den Büchern anderer Schwarzschriftverlage möglich sein wird. Braille wurde dank dieses Events wieder mehr ins Gespräch gebracht.

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse konnten wir das Buch „Barbal: Wie ein Stein im Geröll“ zur Themenausstellung zum Gastland Katalonien in Blindenschrift fertigen und in Frankfurt mit positiver Resonanz ausstellen.

Das bekannte Kinderbuch „Der Grüffelo“ wurde für Blinde mit Punktschrifttexten auf transparenten Zwischenblättern versehen und kann so von Blinden und Sehenden gemeinsam gelesen werden.

Im Rahmen unseres „Bescheidbüros“ machten und machen wir in Marburg Bescheide von Behörden, Rechnungen usw. barrierefrei zugänglich.
Auch 2007 haben wir bei verschiedenen regionalen und überregionalen Wahlen Stimmzettelschablonen für Blinde und Sehbehinderte logistisch geplant und hergestellt.
Die Braille-Druckerei stellte Braille-Broschüren und Beschilderungen für mehrere Ausstellungen und Gebäude her, so dass Blinden und Sehbehinderten die Informationen barrierefrei zugänglich sind. So wurde zum Beispiel die Hessische Staatskanzlei entsprechend ausgestattet.

Die Herstellung von qualitativ hochwertigen Visitenkarten mit Farbdruck und Blindenschriftprägung wird in hohem Maße in Anspruch genommen.

Dank der sehr guten Zusammenarbeit zwischen DBSV, DVBS und der blista sowie unserer Mitarbeit in nationalen und internationalen Normungsgremien ist es gelungen, dass die Verpackungs- und Pharmafirmen sensibler für Braille geworden sind und die Qualität von Braille zum Beispiel auf Faltschachteln in den letzten Jahren eminent verbessert wurde.

Blindenschrift wurde normiert. Die entsprechende Norm „DIN 32976 Blindenschrift – Anforderungen und Maße“ ist für Sehende beim Beuth-Verlag beziehungsweise über den Buchhandel erhältlich. Die Braille-Druckerei hat die Norm auch in tastbare Blindenschrift umgesetzt.

Mitarbeiter aus der Braille-Druckerei sind in verschiedenen Gremien tätig. So treffen sich zum Beispiel jährlich die KorrektorInnen und TextbearbeiterInnen aus den verschiedenen Häusern in der AGKORTB (Arbeitstagung KorrektorInnen und TextbearbeiterInnen). 2007 konnten Festlegungen zu Fragen der Blindenschrift getroffen sowie ein Anforderungsprofil für KorrekturleserInnen erstellt werden. An vielen Praxisbeispielen konnte konkret zu den Themen Hervorhebungen, der Bedeutung von Grafiken und Abbildungen und Tabellengestaltung gearbeitet werden.
Zusammen mit einer Mitarbeiterin der Johann-Peter-Schäfer-Schule, Friedberg, stellten wir die aus den E-Buch-Standards abzuleitenden Anforderungen für HBS und RTFC zusammen und werden weiter in die Bearbeitung einbezogen.
Weitere Infos finden sich im Internet unter:
[extern] http://www.augenbit.de/wiki/index.php?title=E-Buch

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