Sie sind hier:

Aus der Arbeit des Vereins

Das Jahr 2007 war auch durch den Wechsel im Vorstand und der Schule geprägt.
Am 23. März fand die feierliche Verabschiedung des langjährigen Direktors der blista Jürgen Hertlein und des Schulleiters Dr. Matthias Weström in der Stadthalle statt. Der neue Direktor Claus Duncker wurde gleichzeitig offiziell in sein Amt eingeführt. Bereits am 30. Januar war Jochen Lembke zum neuen Schulleiter der Carl-Strehl-Schule ernannt worden.
Arbeitsschwerpunkte des neu zusammengesetzten Vorstandes und des Verwaltungsrates, der in diesem Jahr insgesamt fünf Mal tagte, waren unter anderem folgende Punkte:

Inklusive Schule
In der allgemeinen Diskussion über das deutsche Schulsystem hat sich die Frage nach der Berechtigung der Förderschulen auch für blinde und sehbehinderte Kinder in den Vordergrund gedrängt, obgleich die Gruppe der sehbehinderten und blinden Schülerinnen und Schüler nur ca. 1 bis 2 Prozent an der Gesamtmenge der Schülerinnen und Schüler mit speziellem Förderbedarf ausmacht.
Die Deutsche Blindenstudienanstalt wird sich intern wie extern mit dem Zielbegriff „Inklusion“ auseinandersetzen. Dafür steht die blista im engen Dialog mit der Selbsthilfe, die in einigen Erklärungen für die Betroffenen die Wahlfreiheit der Schulform gefordert hat. Weiterhin werden wir Veranstaltungen und Gesprächsforen der Sehbehinderten- und Blindenpädagogik für unsere Positionierung nutzen.

Rückkehr in ein Tarifsystem
Der Verwaltungsrat hatte beschlossen, mit der Gewerkschaft ver.di Verhandlungen über eine Rückkehr in den Tarif aufzunehmen. Um sich sachlich kompetent zu verstärken, wurde die blista Gastmitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Hessen. Durch intensive Beratung von Vertretern des KAVs wurde ein Übergangstarifvertrag erarbeitet. In den konstruktiv verlaufenden Gesprächen mit den Vertretern der Gewerkschaft konnte im November ein Tarifvertrag vereinbart werden, so dass ab dem 01.01.2008 der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) an der blista Gültigkeit hat.

Sicherung von Qualitätsstandards durch Fort- und Weiterbildung
Da in den nächsten Jahren viele unserer Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden, werden wir darauf angewiesen sein, unsere Fachkompetenz im Bereich der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik an unsere neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzugeben. Hierfür wurden erste Weiterbildungsmaßnahmen konzipiert. Weiterhin fanden erste Gespräche mit der Universität Marburg statt. Es wird angedacht, die Zusammenarbeit, wie sie bereits im Bereich der Sportwissenschaft besteht, auszubauen. Hierfür bietet sich an, im Fachbereich Sozialpädagogik einen Schwerpunkt Blinden- und Sehbehindertenpädagogik anzusiedeln.

Die diesjährige Mitgliederversammlung musste, bedingt durch den Bahnstreik, ausfallen. Die laut Satzung notwendige Wahl eines neuen Verwaltungsrates wurde auf den Februar 2008 terminiert.

Allgemein lässt sich feststellen, dass das Interesse an der Arbeit der blista weiterhin sehr groß ist. So konnten auch in diesem Jahr wieder viele Besucher aus den unterschiedlichsten Ländern an der blista begrüßt werden. Auch die gute Präsenz der blista in der Öffentlichkeit und in den Medien ist ungebrochen. Auf unserer Homepage www.blista.de finden Sie hierzu immer wieder interessante Meldungen und Fernsehbeiträge.

Bevor wir aber auf die Bereiche im Einzelnen eingehen, möchten wir, wie dies inzwischen guter Brauch ist, allen herzlich danken, die uns ideell oder finanziell bei der Erfüllung unserer Aufgaben beigestanden und geholfen haben.
Dieser Dank gilt vor allem den Bundesministerien, dem Land Hessen, der Stadt Marburg, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und unserem federführenden Kostenträger, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen.
Ein ganz besonderes Dankeschön gilt all unseren Förderern und Gönnern, den Firmen und Privatpersonen, die uns in der Vergangenheit unterstützt haben und hoffentlich auch weiterhin unterstützen. Besonders zu erwähnen sind hier auch die treuen Hörerinnen und Hörer und Leserinnen und Leser unserer Blinden-Bibliothek. Nur mit ihrer Hilfe konnten wir unsere Aufgaben im Interesse blinder und sehbehinderter Menschen erfüllen.

[intern]Inhalt[intern]Weiter

Zurück an den Anfang der Seite