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- 2008
Medien und Hilfsmittel
Die Arbeitsgruppe Medien wurde reaktiviert und verfolgt im Wesentlichen das Ziel, die einzelnen Bereiche der medialen Versorgung an der blista zusammenzuführen und perspektivisch auch einer gemeinsamen Leitung zu unterstellen. Dabei wird auch nach Möglichkeiten gesucht, Verlag und Braille-Druckerei wieder auf das Zentralgelände zu bringen.
Der Bereich „Auskunft & Beratung”, zu dem auch die Hörerberatung gehört, wurde weiter verstärkt und professionalisiert. Dort werden nunmehr auch die Bestellungen von Hilfsmitteln angenommen und bearbeitet.
Die Zahl der Spiegelabonnenten liegt stabil bei über 320 mit steigender Tendenz. Seit Januar 2008 ist der Spiegel mit Zustimmung des Spiegelverlages vollständig oder in Teilen bereits Montagabend von unserer Homepage abrufbar. Genutzt wird diese Möglichkeit jedoch erst wenig.
Der von uns entwickelte Online-Katalog der Hörbücher wurde inzwischen um die Punktschrift erweitert. Dort sind die Bestände aller deutschsprachigen Hörbüchereien, Punktschriftbibliotheken und Punktschriftproduzenten ausgewiesen. Überlegt wird, für eingeschränkte Nutzerkreise weitere Features anzubieten (Bücher in Planung, Lernmittel, Taktile Medien, etc).
Der ausleihfähige Bestand an Daisybüchern der
DBH
wuchs bis Ende Oktober auf 8.200 Titel, darunter 2.300 Eigenproduktionen
und 5.900 Übernahmen aus anderen Hörbüchereien. Die monatliche Ausleihe
liegt derzeit mit 5.900 Daisytiteln deutlich höher als bei den 3.100
Kassetten-Titeln; das sind 65% mit steigender Tendenz.
Sorge bereitet der Umstand, dass immer noch etwa die Hälfte der etwa
4.600 aktiven Hörer nach wie vor reine Kassettenhörer sind, zumal das
Kassettenzeitalter mit dem 31.12.2009 bei allen deutschen
Blindenbibliotheken enden wird.
Um der fortwährenden Nachfrage der Hörer nach Katalogen und dem Umstand der hohen Kosten und raschen Alterung von Printkatalogen Rechnung zu tragen, wurde im Sommer mit dem Kinder- und Jugendbuchkatalog der erste Teil eines Kataloges im Daisyformat vorgelegt, bestehend aus drei CDs. Zum Jahresende kommt der erste Teil der Belletristik hinzu. Da das Urmodell in unserem Speicher in Intervallen aktualisiert wird, erhält ein Besteller immer eine aktuelle Fassung.
Am 03.06.08 wurde bei einem kleinen Festakt im historischen Rathaussaal Frau Pecher, die Spenderin des neuen taktilen Stadtplanes für Marburg, geehrt und die ersten fertig gestellten Teile vorgestellt. Der Gesamtplan umfasst 20 Teilpläne und wird voraussichtlich im Frühjahr 2009 verfügbar sein.
Neben dem Marburg-Plan standen die Modelle für die Landesgartenschau in Bingen und wie jedes Jahr das Zentralabitur im Mittelpunkt der Arbeit. Kleinere Aufträge wie Teilstadtpläne, Unterrichtsmaterialien etc. spielen in der Werkstatt ebenfalls eine wichtige Rolle.
Schwerpunkte in der Braille-Druckerei bildeten neben der Buch- und Zeitschriftenproduktion Unterlagen und Broschüren für Fluggesellschaften und die Landesgartenschau Bingen. Daneben spielen nach wie vor Arzneimittelverpackungen und Visitenkarten eine große Rolle. Für die kommende Hessenwahl werden Wahlschablonen vorbereitet.
Für den Einsatz mit Braille-Zeile oder Sprachausgabe in der
CSS wurden von Schulbüchern
Spezialausgaben erstellt und geliefert, bei denen das Schreiben von
Lösungstexten in einer gesonderten
Word-Datei erfolgt.
Beim Gesetzesservice konnten Neuerungen durchgeführt werden: wir
können nun schneller auf die Daten von Verlagen zugreifen, diese
schneller umsetzen und als Ergänzungsblätter an die Abonnenten
ausliefern.
Vertrieb von Hilfsmitteln
Der VzFB und die blista haben sich für den Vertrieb von Hilfsmitteln unter dem gemeinsamen Label „Deutscher Hilfsmittelvertrieb der blista und des VzFB” zusammengeschlossen. Die Versorgung blinder und sehbehinderter Menschen mit Hilfsmitteln soll dadurch verbessert und langfristig sichergestellt werden. Beratung und Verkauf finden weiterhin in Hannover oder Marburg statt. Der Versand der Handelsware erfolgt ausschließlich durch den VzFB.
blista