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Medien und Hilfsmittel

„Auskunft & Beratung/Vertrieb”

Die Abteilungen „Auskunft & Beratung” (A&B) und „Vertrieb von Hilfsmitteln” haben im Gebäude Schlag 8 neue Räumlichkeiten bezogen.
In dem frei gewordenen Raum ist der blista-Shop von der Biegenstrasse eingezogen. Der Umzug ist inzwischen weitgehend abgeschlossen.
Im nächsten Schritt werden jetzt auch die Bestellannahme und Kundenbetreuung bezüglich des Verkaufs von Punktschriftbüchern und Taktilen Medien dem Bereich „Auskunft & Beratung/Vertrieb” zugeordnet.

Der neue Hilfsmittel-Shop Am Schlag 8 wurde beim Sommerfest und während der IMC sehr gut angenommen. Die durch die Zusammenlegung von Vertrieb, Shop und „Auskunft & Beratung” beabsichtigten Synergieeffekte stellen sich zunehmend ein.

Brailledruckerei

Seit dem 4. Januar 2009 wurden in mehr als 280 Lesungen an den unterschiedlichsten Orten in ganz Deutschland Blindenschrift für eine breite Öffentlichkeit erlebbar gemacht. Ob auf hoher See, im Bus oder Zug, auf einem Marktplatz, in einer Kirche, im Altenheim oder Kindergarten, auf dem Pferd oder Leuchtturm, bei einer Karnevalsveranstaltung, zu Ostern oder zum „Tag der Arbeit” - überall und jederzeit wurde gelesen.
Ihren würdigen Abschluss fand die Tour de Braille beim „Louis Braille Festival der Begegnung” vom 28. bis 30. August in Hannover. Schauspieler Mario Adorf und Hörbuch-Sprecher Reiner Unglaub lasen dort aus Werken von Kurt Tucholsky.
Die blista, und hier besonders die BD, haben sich sowohl bei den Lesungen als auch beim Festival in Hannover mit großem Engagement beteiligt.

Darüber hinaus war die blista durch die Brailledruckerei bei Messen und Fachtagungen vertreten. Hier sind die Frankfurter Buchmesse, die Fachtagung Daisy 2009 und die Medibraille Arbeitsgruppe zu nennen.

DBH

Mit dem Jahr 2009 neigt sich auch das Zeitalter des Kassetten-Hörbuches dem Ende zu. Seit einigen Monaten sind wir dabei, die verbliebenen Nur-Kassetten-Hörer anzusprechen und zum Umsteigen auf DAISY-Bücher zu ermutigen. Dazu dient auch DAISYRent, die Möglichkeit, zunächst einmal ein Abspielgerät zu mieten, was die blista zusammen mit dem VzFB und auch andere Vertriebe anbieten. Inzwischen beträgt der Anteil der DAISY-Ausleihe 85%. Der Anstieg der CD-Ausleihe in den letzten Monaten lässt hoffen, die meisten aktiven Hörer für DAISY gewonnen zu haben.

Derzeit - Anfang November - verfügt die DBH über 12.000 ausleihfähige DAISY-Titel, darunter 3.000 Eigen- und 9.000 Fremdproduktionen. Damit besetzen wir nach Zürich und Münster den dritten Platz im deutschsprachigen Raum.
Ziel ist es, zum Jahreswechsel über 15.000 Titel zu verfügen.
Zunehmend erfolgt die Auswahl und Ausleihe über den in der blista im Auftrag von Medibus entwickelten Online-Katalog, während etwa die seit Anfang 2009 bestehende Möglichkeit, den Spiegel bereits Montagabend per Download zu beziehen, bislang erst wenig genutzt wird.
Derzeit bereiten wir ein neues Datenbanksystem für die Kunden- und Bestandsverwaltung vor, in der perspektivisch sämtliche medialen Produkte der blista abgebildet werden sollen.

EKB

Vor genau einem Jahr schied Frau Kaiser, langjährige Mitarbeiterin für die Punktschriftausleihe, aus dem aktiven Dienst aus. Seither wird die EKB von der Leiterin der Schülerbücherei sehr erfolgreich mitverwaltet. Der Bestand wurde erstmals in ein EDV-gestütztes System eingearbeitet und für den sechsbändigen Ausleihkatalog in Punktschrift wurden inzwischen Nachträge über die Jahre 2007 und 2008 erarbeitet.
Zum Auftakt der diesjährigen Tour de Braille fand eine viel beachtete Punktschriftlesung mit der Schülerin Christina Schwarz und dem Lehrer Jürgen Rupprath in einer Buchhandlung statt.
Seit auch die deutschsprachigen Bestände der Punktschriftbibliotheken in den Online-Katalog aufgenommen wurden, steigt die Zahl der Fremdleihen, vor allem aus Österreich.

Vorgesehen ist weiterhin, den Bestand der "Deutschsprachigen Bibliographie zum Blindenwesen" (Schwarzschrift) im Internet auf der Homepage der blista darzustellen. Das wird voraussichtlich bis zum Jahresende 2009 realisiert sein.

Taktile Medien

Seit Frühsommer 2009 steht der neue Marburger Stadtplan für Blinde und Sehbehinderte zur Verfügung. Das Set besteht aus 3 Übersichtskarten, 19 Mobilitätsplänen, 1 Detailplan Oberstadt sowie je einem Registerband in Punktschrift und in Großdruck.
Mit einer Reihe weiterer Aufträge - Teilstadtpläne verschiedener Städte, Pläne für Freilichtmuseen und einer Panoramadarstellung einer Aussichtsplattform bei Fürth - ist die Werkstatt gut ausgelastet.

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