Neue Rezept-Tipps aus der Kombüse (mit Infos zum Thema Hygiene)

Moin, Moin Kinners
Moin, Moin, ihr Leichtmatrosen,

Ich hoffe Ihr hattet ein schönes Osterfest und seid alle gesund und munter. Bei uns ist auch alles im Lot auf dem Boot und wir warten schon darauf wieder für Euch kochen zu können. Natürlich habe ich mir auch wieder ein paar Gedanken gemacht  und ein paar Rezepte bereit. Wir machen heute mal mediterranen Kartoffelstampf, Geflügelcrossis, Eisbergsalat mit Mandarinenfilet, Mascarponecreme mit Erdbeeren, jeweils für 4 Personen!

Kartoffelstampf mediterran

Benötigt werden

  • ca. 0,8 Kg Kartoffeln
  • etwas Olivenöl nativ extra
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Thymian
  • bei Variante drei ca. 0,2 - 0,3 Liter heiße Gemüsebrühe

Variante 1
Kartoffeln waschen und Schälen. Dann halbieren, in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen bis die Kartoffeln bedeckt sind. Die Kartoffeln gar kochen. Dann abgießen, das Kartoffelwasser aber in einem weiteren Topf auffangen. Nun die Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer schön klein stampfen und etwas von dem Kartoffelwasser beigießen, damit alles schön fluffig wird. Etwas Olivenöl zugeben und mit Salz, Pfeffer, Muskat und ein wenig Thymian würzen. Das restliche Kartoffelwasser kann man noch als Basis für ne Kartoffelsuppe nehmen.

Variante 2
Wenn möglich die geschälten Kartoffeln in einem zum Topf passenden Siebeinsatz geben und unten im Topf ca. 3 – 4 Tassen Wasser eingeben. Die Kartoffeln werden dann im - mit einen passenden Deckel verschlossenen - Topf gedämpft. Das hilft die Vitamine und die Mineralstoffe zu erhalten. Die weitere Verarbeitung wie unter Variante 1.

Variante 3
Etwas anders, aber geschmacklich meiner Ansicht nach noch besser: Kartoffeln gründlich waschen, dann in einem Topf mit Wasser als Pellkartoffeln kochen. Wenn die Kartoffeln gar sind das Wasser abgießen. In diesem Falle nicht aufheben, da immer noch etwas Sand im Wasser sein kann. Das knirscht dann zwischen den Zähnen. Die Kartoffeln im heißen Zustand pellen und in einen weiteren Topf geben. Nun die Kartoffeln fein Stampfen und nach und nach von der heißen Gemüsebrühe zugeben. Dann etwas Olivenöl und würzen wie in  Variante 1. Vom Nährwert her, ist das die beste Variante. Könnt Ihr ja ausprobieren und mir später sagen was euch am besten geschmeckt hat.

Geflügelcrossies

  • ca. 600 Gramm Geflügelbrust (Puten, Hähnchen… )
  • ca 200 – 250 ungesüßte Cornflakes (z.B. von Alnatura )
  • 3 Eier größe M
  • ca. 200 – 250 Gramm Maismehl
  • Salz, Pfeffer, rotes Parikapulver, Muskat nach Geschmack
  • Rapsöl zum Braten oder Frittieren

Die Geflügelbrust in ca. 3 cm-starke Würfel schneiden. Eier mit den Gewürzen und 2 – 3 Esslöffeln Wasser verquirlen und in eine Schüssel oder tiefen Teller geben. Die Cornflakes in einen Mixaufsatz (Küchenmaschine) etwas zerkleinern und in eine Schale oder Schüssel geben. Das Maismehl ebenfalls in eine Schale oder Schüssel geben.  Ihr habt also auf der Arbeitsfläche drei Schalen bzw. Schüsseln und das Schneidebrett mit der Geflügelbrust.

Jetzt legt Ihr die Fleischwürfel in das Mehl und wendet es darin von allen Seiten. Nun das melierte Fleisch durch die verquirlte Ei-Gewürzmischung ziehen. Dieses dann durch die zerkleinerten Cornflakes wälzen. Nun in einer Pfanne Rapsöl erhitzen und die Geflügelwürfel darin von allen Seiten gold gelb braten. Achtung, das Öl sollte nicht anfangen zu rauchen. Alternativ zur Pfanne geht das auch in einer Fritteuse bei ca. 170 ° Celsius. Dann auf ein Backblech legen und bei 130 Grad im Backofen ca. 5 Minuten nachgaren. Die Stückchen sollten ca. 80 ° Kerntemperatur haben.

Jetzt die Arbeitsflächen, Werkzeuge, Hände auf jeden Fall gründlich mit Seife reinigen!! Geflügel ist meistens mit Salmonellen belastet, die auch nicht gerade gesund sind. Wer mag kann anstatt Pfeffer und Paprika auch etwas von unserem selbstgemachten Kinder- und Seniorencurry zum Würzen nehmen.

Eisbergsalat mit Mandarine

  • 1/2 – 1 Kopf Eisberg, je nach Größe
  • Mandarinenfilets aus der Dose
  • 8 Esslöffel Condimeto-Orangen–Feigenreduktion mit Minze
  • 4 Esslöffel natives Rapsöl, kaltgepresst (z.B. von Aldi, Lidl)
  • Salz, grob gemahlener Pfeffer

Den Eisbergsalat waschen und in ganz feine Streifen schneiden. Dann auf vier Dessertteller anrichten. Mandarinenfilets abtropfen lassen und über den Eisbergsalat verteilen. Nun etwas Salz und Pfeffer darauf verteilen. Jeweils zwei Esslöffel von unsrer selbst gekochten Condimentoreduktion darüber träufeln. Selbiges mit dem Rapsöl.

Mascarponecreme mit Erdbeeren

  • 400 Gramm Erdbeeren
  • 200 Gramm Marcarpone
  • 250 Gramm Quark
  • 200 Gramm Sahne
  • 40 Gramm Rohrzucker

Die Erdbeeren waschen und halbieren. Nun legt ihr Euch davon einige zur Dekoration zur Seite. Die restlichen Erdbeeren mit dem Rohrzucker mit einem Zauberstab pürieren. Achtung, haltet bitte nicht Eure Finger unten in die rotierenden Messer. Das ist sehr schmerzhaft, wie ich Euch aus eigener Erfahrung sagen kann ;-)

Die pürierten Erdbeeren kalt stellen. Nun den Quark und die Mascarpone vermischen und schön glatt rühren. Wer mag, kann das auch noch ein wenig süßen und etwas Zimt oder Vanille zugeben. Nun die Sahne steifschlagen und dann vorsichtig mit Gefühl unter die Creme ziehen. Im Wechsel mit dem Erdbeerpüree schichtweise in Gläsern anrichten. Die halben Erdbeeren und ein Blatt Minze als Dekoration: Guten Appetit!

Last but not least: Vanillezucker

... kann man auch selber machen. Sogar ganz schnell und effektiv. Ihr schnappt Euch:

  • ca. 150 – 200 Gramm Zucker
  • 1 komplette Vanillestange

Vanillestange in kleine Stücke schneiden. Alles in die Gewürzmühle geben und fein Mahlen. In einen luftdicht verschlossen violett Glas hält sich das mehrere Monate.
Ja, man kann die ganze Vanillestange essen. Ratet mal wo die schwarzen Punkte beim Vanilleeis herkommen… ;-)

Lasst Euch von Corona dem Biest nicht nerven und bleibt gesund und munter. Wir sehen uns bald in der blista.

Mit freundlichem Gruß aus der Kombüse
Smut Peter und Team

Rückmeldungen gerne unter kochkiste@blista.de


PS: Ein paar Anmerkungen zum Thema Hygiene in der Küche

Der Krankheitserreger der uns derzeit alle beschäftigt, Coronavirus SARS–CoV–2/COVID 19, ist ein behüllter Virus, der sich mit ganz normalen Haushaltsreinigern, grüner Seife, neutralisieren lässt. Ihr benötigt also definitiv keine Flächendesinfektionsmittel, keine Händedesinfektion oder so ein Blödsinn. So starke Kaliber benötigt Ihr erst, wenn Ihr als Mediziner*innen unterwegs seid, jemand in der Familie schwer krank ist, ihr professionell, also gewerblich, in der Lebensmittelproduktion hantiert (HACCP) usw. Ansonsten reicht es völlig aus, die Arbeitsflächen, Arbeitsgeräte gründlich mit ganz normalem Spülmittel oder grüner Seife, Neutralseife, sauber zu machen und die Hände mit Seife mindestens zwanzig Sekunden zu waschen. Das sollte man sowieso immer vor der Arbeit und nach jedem Arbeitsschritt machen.

Desinfektionsmittel muss man richtig einsetzen, also mit der richtigen Methode aufbringen und ausreichend lange einwirken lassen etc. Ansonsten ist das alles wirklungslos und wiegt Euch in einer falschen Sicherheit. Ganz davon abgesehen, die RKI/VAH-zertifizierten, gelisteten Hände- und Flächendesinfektionsmittel werden dringend in der Medizin und Pflege gebraucht. Die Lieferzeiten betragen derzeit zwischen 9 – 12 Wochen. Wenn ich dann sehe, wie an einigen Supermärkten diese Mittel kanisterweise auf Einkaufswagen gekippt werden, stehen mir derart die Nackenhaare zu Berge, dass die Matrosenmütze schon nicht mehr richtig auf den Kopf sitzt!

Wie gesagt, Seifenlauge würde reichen. Last but not Least, die ganze Arie mit dem Händewaschen, eventuelle Händedesinfektion belastet die Haut massiv. Der natürliche Hautschutzmantel wird dabei auf Dauer stark geschädigt. Daher bitte die Hände mit einer richtig guten Salbe täglich pflegen.

Auch das Tragen von Einweg-Handschuhen sollte man nicht übertreiben, weil sich in denen die Keime erst recht stark vermehren, wenn man sie längere Zeit trägt. Warm und feucht ist für Krankheitserreger ein ideales Klima, deshalb nach dem Tragen von Einweghandschuhen die Hände immer gründlichst mit Seife waschen. Das Tragen von Einweghandschuhen ist in der Regel auch gar nicht nötig, wenn man die Hände - wie oben geschildert und in weiteren Videos der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gezeigt - regelmäßig wäscht.

Soweit meine Anmerkungen
Euer Smut Peter