Noch mehr Rezept-Tipps aus der Kombüse (Folge 2)

Moin, Moin Kinners,
Moin, Moin Jungs und Mädels,

alles im Lot auf’n Boot, alles in Butter auf'n Kutter?? Hier wie versprochen noch ein paar Rezepte:

Gemüsebrühe,

die man, wie man letzte Woche gesehen hat, beispielsweise bei vegetarischen oder veganen Gerichten benutzt. Das ist total einfach, da braucht man nix Fertiges kaufen.

  • 1 große Karotte
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Pastinaken
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 1 großes Stück Sellerie
  • 2 Zwiebel mit Schale, die in der Schale enthalten Farbpigmente geben der Brühe eine gelbliche Färbung
  • und was sonst noch so an Putzresten von Gemüse zur Hand ist, wie zum Beispiel übrige geblieben Tomatenecken, das Innere von Paprika, gewaschene Kolrabischalen usw.
  • Des Weiteren gerne frische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, ein wenig Thymian. Wer mag auch eine Knoblauchzehe.

Das Gemüse waschen, alles mit ca. 4 Litern Wasser in einen großen Topf geben, auf den Herd zum Kochen bringen und ca. 30- 40 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Danach absieben und zur weiteren Verwendung bereitstellen. Die Brühe lässt sich zur späteren Verwendung  gut portionsweise einfrieren (für Gemüsesuppen, Gemüse-Ragout oder als Basis für Saucen).

 

Eine universale Würzpaste lässt sich auch ganz einfach selber herstellen!

Wir nehmen

  • 1 große Karotte, mit Wurzelbürste gewaschen oder gewaschen und geschält
  • 1 Stange Lauch geputzt und gewaschen (zum Putzen den oberen dunkelgrünen Abschnitt abschneiden, die Lauchstange längs halbieren, waschen bis die eventuell enthaltene Erde abgewaschen ist. Dann den Wurzelstrunk dünn abschneiden und den Lauch in grobe Stücken schneiden)
  • 2 Pastinaken, geputzt wie die Möhre
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 1 – 2 Zwiebeln, diesmal geschält,
  • 1 großes Stück Sellerie geputzt
  • 2 Zweige Liebstöckel (Maggikraut), Petersilie und Schnittlauch

Alles in grobe Stücken schneiden, in einen hohen Topf oder eine Schüssel geben und mit einem Zauberstab mittelfein pürieren. Dazu kommt auf 100 Gramm Gemüse und Kräuter 10 Gramm Salz und gerne ca. 10 ml natives Rapsöl.

Dann in saubere Twistoffgläser füllen und etwas Öl aufgießen, sodass die Paste soeben vom Öl bedeckt ist. Hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen. Das Salz konserviert. Wenn ihr die Paste anwendet immer nur Löffelweise, da viel Salz enthalten ist. Nach der Entnahme aus dem Glas den Rand mit Küchenkrepp säubern und etwas Öl zugeben, damit die Paste wieder bedeckt ist. Das sorgt für einen Luftabschluss und erhöht die Haltbarkeit.

 

Smut Peter’s Kinder und Seniorencurry, das ist würzig aber extra mild, also nicht wirklich scharf

Zutaten wieder zum größten Teil als Körnerware:

  • 30 Gramm Cumin ( Kreuzkümmel )
  • 45 Gramm Coriandersaat
  • 23 Gramm Ingwer getrocknet geschnitten
  • 10 Gramm Senfkörner gelb
  • 8 Gramm Zimtstange
  • 5 Gramm Nelke
  • 6 Gramm grüne Cardamonkapseln
  • 15 Gramm Piment d‘ Espelette
  • 8 Gramm Roter Pfeffer / Rosa Beeren
  • 5 Gramm Curryblätter
  • und schon gemahlen: 45 Gramm Kurkuma (Gelbwurz)

Zubereitung genauso wie beim Curryrezept von letzter Woche. Und dann wieder in ein Violett-Glas mit fest schließendem Deckel füllen.

 

Weil wir ja Hunger haben, wollen wir das gleich an ein paar Putensteaks ausprobieren:

  • 4 – 6 Putensteaks
  • 2 Esslöffel vom Kinder- und Seniorencurry
  • 2-3 Esslöffel Rapsöl (bitte nicht das native kalt gepresste, weil wir ja braten wollen. Native Öle verbrennen, wenn man sie stark erhitzt und werden dann bitter).

Den Curry mit dem Öl mischen, das Fleisch darin wenden und in einer Schüssel abgedeckt über Nacht ziehen lassen. Dann auf dem Grill oder in der Pfanne bei mittlerer Hitze braten. Das Ziehenlassen kann man bei großem Hunger auch entfallen lassen und die Steaks sofort in die Pfanne kloppen… ;-)

Salzen mache ich bei Kurzgebratenem, also beispielsweise Steaks, wenn möglich immer erst nach dem Braten. Salz greift die Zellwände an und führt dazu, dass der Zellsaft austritt. Da heißt, das Fleisch wird schneller trocken.

Und noch was Süßes zum Dessert? ;-)

 

Schoko – Kokos- Grießpudding, ganz simpel, kann wirklich jeder

  • 150 Gramm dunkle Kuvertüre oder Blockschokolade in Stücken
  • 2 Dosen Kokosmilch a 400 ml
  • 60 Gramm Weichweizengrieß
  • Zucker nach Geschmack

Die Kokosmilch in einen Topf geben und aufkochen. Jetzt den Weichweizengrieß unter Rühren mittels Schneebesen dazugeben und nochmals aufkochen. Zwei Minuten weiterköcheln lassen, dabei immer rühren damit nix anbrennt. Dann die gehackte Kuvertüre unterrühren bis diese sich aufgelöst hat. Mit Zucker nach Geschmack süßen. Aber Vorsicht, die Kuvertüre ist auch schon süß. Alles in kleine Dessertschälchen füllen, abkühlen lassen und zum Servieren mit frischem Obst, Orangenfilets, Pistazien, Sahne usw.  garnieren. Wer es vegan mag, achtet darauf, dass die Kuvertüre milchfrei ist.

Guten Appetit!

Bevor ich es vergesse, Rezepte sind immer nur rote Leitfäden und Ideengeber. Rezepte kann und darf man jederzeit den eigenen Wünschen und Vorlieben anpassen. Nur so kommt es zu neuen Kreationen und weiter Entwicklungen. In der Küche ist nix festgeschrieben!

Passt auf euch auf! Nächste Woche Meer ... ähm ... mehr ... ;-)
Bis dahin Mast und Schotbruch und allzeit eine Handbreit Wasser unter’m Kiel.

Mit freundlichem Gruß aus der Kombüse

Smut Peter und Team

PS: Feedback gerne unter kochkiste@blista.de