Aktuelle Informationen

Diverse Fotos vom Einladen wie im Text beschrieben

Weiterhin großes Engagement auf dem blistaCampus für geflüchtete Schüler*innen

 

Die zweite Lieferung zu den geflüchteten ukrainischen Schüler*innen der Partnerschule in Charkiw und der Blindenschule in Lwiw ist angekommen!

Dank so vieler engagierter Menschen auf und rund um den blistaCampus füllten die Hilfsgüter diesmal fast einen ganzen 7,5t-LKW. Wieder mit dabei waren auch die Nikolauspflege aus Stuttgart und das Deutsche Katholische Blindenhilfswerk, das zudem den Transport durch eine Spedition möglich machte.

Erster Stopp war die Carl-Strehl-Schule, wo die Spenden der Schüler*innen, Eltern, Mitarbeiter*innen und Partnerorganisationen, die den ganzen Raum neben dem Büro von Schulassistent Lukas Bernsdorff gefüllt hatten, vom Team Bau-Technik eingeladen wurden.

Alltagsgegenstände wie Kinderkleidung, Teller und Besteck, Zahnbürsten und Hygieneartikel, Kerzen und Feuerzeuge waren diesmal genauso erbeten, wie Lebensmittel, Decken, Matratzen und ein Stromgenerator.

Beim zweiten Stopp vor der blista-Küche half das Küchenteam beim Einladen.

Dritter Stopp war die blista-Warenannahme.

Nachdem der freundliche LKW-Fahrer Kamil alle drei Sammelstellen auf dem blistaCampus abgefahren war, machte er sich, versorgt mit den Frachtpapieren und einem kleinen Proviantpaket vom Küchenteam, auf den Weg.

„Ah, eine Spen-d-ition also", kommentiert blista-Schüler Till gewitzt. Er war schon bei der Initiierung der ersten Spendenaktion aktiv und zählt inzwischen zu denen, die regelmäßig Kontakt zu den in der blista-Wohngruppe lebenden Ukrainer*innen aufgenommen haben.

Das letzte Foto zeigt Fahrer Szopa und Sabine Zimmermann von der blista vor dem beladenen LKW.

 

 


Schüler*innen der Montessorischule
v.l.n.r.: Danika und Linn (Lerngruppe 1b), Rosa und Greta (Lerngruppe 2a), Elisabeth (Lerngruppe 3) und Elli (Lerngruppe 2a) – die Schüler*innen der Montessorischule trugen ihre Wünsche für das neu entstehende Gebäude Schüler*innen vor

„Moderne Räume für modernes Lernen“

Grundsteinlegung für neues Schulgebäude auf dem blistaCampus

Rund 40 Gäste hatten sich am 3. Mai auf dem blistaCampus versammelt, um die Grundsteinlegung des neuen Schulgebäudes zu verfolgen. Neben Schüler*innen der Montessori- und Carl-Strehl-Schule nahmen auch viele Vertreter*innen der beteiligten Baufirmen, Ingenieur- und Architekturbüros an der Veranstaltung teil, die im bereits angelegten Keller des geplanten viergeschossigen Schulgebäudes stattfand. Direkte Anwohner*innen waren der Einladung ebenfalls gerne gefolgt.

Zu Beginn formulierten die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 5 der Carl-Strehl-Schule und Schüler*innen der Montessorischule ihre Wünsche für das neu entstehende Gebäude. „Ich wünsche mir, dass wir in diesem Gebäude Spaß am Lernen haben werden“ oder „Ich wünsche mir, dass wir hier Freunde finden“ waren neben dem Wunsch nach Frieden auf der Welt und vor allem in der Ukraine die meistgenannten Wünsche für die Zukunft. Die Schüler*innen freuten sich spürbar auf das neue Gebäude.

blista-Vorstand Claus Duncker ging in seiner kurzen Rede besonders auf den Charakter des neuen Schulbaus ein. „Modernes Lernen braucht moderne Räume. Mit diesem Schulbau verabschieden wir uns endgültig von der klassischen Schularchitektur und ermöglichen Freiräume, indem wir die Räume für die unterschiedlichsten Bedarfe und Nutzungen flexibel gestalten.“
Sich verändernde Räumlichkeiten, etwa durch variabel einsetz- und verschiebbare Elemente, seien besonders für seheingeschränkte Schüler*innen mit Herausforderungen verbunden. Daher betonte Duncker wie „begeistert ich von der Offenheit und Flexibilität aller Baubeteiligten bin, hier vorbildliche, inklusive Lernbedingungen schaffen zu wollen.“ Der blista-Vorstand bedankte sich bei allen Beteiligten am Bauprozess für die angenehme, zuverlässige und lösungsorientierte Zusammenarbeit.

Der stellvertretende Schulleiter der Carl-Strehl-Schule und pädagogische Gesamtleiter der Montessori-Schule, Markus Biber, ging in seinem Grußwort auf die Besonderheit ein, dass „bei diesem Bauwerk die Architektur und Gestaltung den pädagogischen Anforderungen folgt und nicht umgekehrt.“ Daher freut sich Biber, „dass wir dieses Gebäude zu einem Leuchtturm für inklusive Pädagogik machen, das deutschlandweite Strahlkraft entfaltet.“

Karsten Schmidt vom Architekturbüro „Schmidt und Strack GmbH“ beschrieb anhand von mehreren Beispielen, wie sich das entstehende Gebäude von üblichen Schulbauten unterscheidet. „Die Fenster sind versetzt angeordnet. Dadurch wirkt das viergeschossige Gebäude viel freundlicher und offener. Zudem lassen sich so die Räume besser und passgenauer mit Licht versorgen und durchfluten.“ Besonders stolz ist Schmidt auf den geplanten Dachgarten. „Das wird ein richtiger Nutzgarten, ein grünes Klassenzimmer. Das eröffnet ganz tolle, neue Möglichkeiten.“ Karsten Schmidt freute sich daher schon jetzt auf das Richtfest im September.

Nach den kurzen Redebeiträgen schritt blista-Vorstand Claus Duncker zusammen mit den Schüler*innen zur Tat und setzte eine „Zeitkapsel“ ins Fundament ein. Darin hatten die Schüler*innen ihre Wünsche verewigt. Zudem wurden ein Jahresbericht der blista, das blista-Logo und – als Symbol unserer Zeit – eine Corona-Schutzmaske für die Ewigkeit in den Gebäudekern integriert. Natürlich durfte auch eine Carl-Strehl-Plakette, eine Bronzemedaille, die den Kopf von blista-Mitgründer Carl-Strehl darstellt, in der „Zeitkapsel“ nicht fehlen.
Veredelt wurde die Grundsteinlegung von den blista-Kollegen Olaf Roth und Carl Reissig, die mit Schüler*innen für musikalische Begleitung sorgten und vom Küchenteam der blista, das mit selbst hergestelltem Kinder-Punsch für kühlende Erfrischung sorgte.


Überreichung des "Tickets " vor dem neuen E-Bus der Marburger Stadtwerke

11.01.2022

blista führt RMV-JobTicket ein

Vorstand und Betriebsrat der Deutschen Blindenstudienanstalt ziehen für Klimaschutz und Gesundheit an einem Strang

Zum Februar 2022 führt die Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista) das JobTicket des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) für ihre rund 400 Beschäftigten ein. Der Ruf nach dem JobTicket hatte den blista-Betriebsrat zu Beginn des vergangenen Jahres aus der Mitarbeiterschaft erreicht. Engagiert wurde er aufgegriffen, federführend bearbeitet, mit der Belegschaft abgestimmt und vertraglich vorbereitet.

Gern zog der Vorstand mit am gemeinsamen Strang: "Die Einführung des RMV-Jobtickets ist attraktives Mobilitätsangebot, das sowohl den Klimaschutz als auch die Bedürfnisse unserer Kolleginnen und Kollegen im Blick hat", erklärte blista-Direktor Claus Duncker: "Die blista ist einer der größten innerstädtischen Arbeitgeber. Nach der blista-E-Bike-Initiative im Jahr 2019 sehen wir uns in der Verantwortung, ein weiteres Zeichen für eine klimafreundliche Mobilität in der Stadt Marburg, im Landkreis und darüber hinaus zu setzen."

"Die blista ist eine wichtige Einrichtung im sozialen Bereich, die ihren Beschäftigten gute Rahmenbedingungen bietet. Das neue JobTicket verstehen wir auch als ein Zeichen unserer Wertschätzung und als Dank für die hervorragende Zusammenarbeit auf unserem inklusiven Bildungscampus", unterstrich der stellvertretende Direktor Patrick Temmesfeld.

"Es ist geschafft! Ab Februar kann es losgehen“, freute sich die blista-Betriebsrats-vorsitzende Monika Ziegler: „Ein großes Dankeschön geht dabei an unseren Vorstand, ohne dessen Unterstützung das JobTicket nicht möglich gewesen wäre."

„Es freut mich sehr, dass die blista dieses beispielhafte Angebot für ihre Beschäftigten schafft“, lobte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Gerade in unserer zukunftsorientierten quicklebendigen Stadt sei es wichtig, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiter zu fördern und noch attraktiver zu machen. „Das RMV-JobTicket ermöglicht nicht nur klimafreundliche Fahrten zur Arbeit, sondern auch zu Freizeitaktivitäten. Das entlastet die Verkehre in Marburg und der gesamten Region.“

„Wir erleben auch während der Pandemie einen ungebrochenen JobTicket-Boom: Im Jahr 2021 haben wir ganze 55 Unternehmen als neue JobTicket-Partner im RMV begrüßt“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Kein Wunder, denn neben dem Umweltschutzaspekt stärkt ein JobTicket auch die Arbeitgebermarke und ist im Kampf um Fachkräfte ein wichtiger Pluspunkt. Ich freue mich sehr, dass sich die blista zudem für die Premiumvariante des JobTickets entschieden hat, die verbundweites Fahren und die Mitnahmeregelung beinhaltet.“

Birgit Stey, Geschäftsführerin der Stadtwerke Marburg Consult GmbH: „Die blista und die Stadtwerke Marburg befinden sich grundsätzlich in enger Abstimmung zum Fahrplan und z.B. auch zur barrierefreien Ausstattung unserer Haltestellen. Wir haben in Marburg besondere Angebote für blinde und sehbehinderte Fahrgäste wie z.B. Lautsprecheransagen an den digitalen Anzeigern an den Haltestellen und die Fahrgastinformations-App DyFIS Talk. Umso mehr freut es mich, dass jetzt den Mitarbeitenden auch ein JobTicket zur Verfügung gestellt wird. Die Mitarbeitenden profitieren damit von der Zuverlässigkeit des umweltfreundlichen Nahverkehrsangebots der Stadtwerke Marburg.“

Im gesamten RMV-Gebiet sind es aktuell rund 280.000 Menschen, die mit einem RMV-JobTicket mobil sind. Ab einer Belegschaftsgröße von 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können Unternehmen das JobTicket erhalten. Kleinere Firmen können sich für eine Kooperation zusammenschließen.

Foto: Auf dem blistaCampus (v.l.n.r.): Regina Kranz von der Stadtwerke Mobilitätszentrale, Monika Ziegler, Vorsitzende des blista-Betriebsrates, Direktor Claus Duncker, Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Dr. Thomas Spies und Birgit Stey, Geschäftsführerin der Stadtwerke Marburg Consult vor „ELISA“ einem der neuen Elektrobusse der Stadtwerke Marburg, der nach Landgräfin Elisabeth von Thüringen benannt ist.

 


2 Damen mit Blindenführhund

16.12.2021

Gemeinsame Impfaktion von blista und Gesundheitsamt stößt auf große Resonanz

Am 16. Dezember machte das mobile Impfteam des Landkreises Marburg-Biedenkopf von 10 Uhr bis 15 Uhr Station auf dem blistaCampus. Das niedrigschwellige Corona-Impf-Angebot im Oberstufengebäude kam sehr gut an. „Super, dass unser Arbeitgeber das organisiert hat und uns die Möglichkeit direkt hier am Arbeitsplatz bietet, geimpft oder geboostert zu werden,“ sagte Thorsten Kelm, Leiter Bau-Technik. Und gut gelaufen sei es auch.

 Mitarbeiter*innen und Schüler*innen hatten sich im Vorfeld intern angemeldet. Geimpft wurden insgesamt 100 Personen. Für die Impfung standen dabei BioNTech (Comirnaty®) sowie Moderna (Spikevax®) zur Verfügung. Es wurden Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen angeboten. Rund 90% der Impfungen auf dem blista-Campus betrafen Letztere, die Dritt- bzw. Boosterimpfung.

 „Die Impflicht wird zum 16. März 2022 bei uns als Einrichtung der Eingliederungshilfe für alle Personen gelten, die bei uns tätig sind“, erklärte blista-Direktor Claus Duncker. Zusammen mit seinem Vorstandskollegen Patrick Temmesfeld freute er sich über die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Landkreises bei dieser gemeinsamen Impfaktion auf dem blistaCampus.

Foto: Führhund Muffin wartet darauf, dass seine Besitzerin von der Impfung zurückkommt. Vorstandsassistentin Susanne Jost-Kuhn (li) und Stephanie Syre-Merkel (re) leisten ihm Gesellschaft.


 

14.12.2021

Neues taktiles und kontraststarkes Modell des Marburger Hauptbahnhofs bietet Orientierung für Reisende mit Blindheit und Sehbehinderung

Fahrkartenautomaten, DB-Service-Schalter, Schließfächer, Kiosk, Schnellimbiss, Brezelbäcker, Metzgerei und Bäckerei ... – der Marburger Hauptbahnhof hält für Reisenden vielfältige Angebote bereit. Die Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista) hat sich in den vergangenen Monaten zusammen mit der Seeber-Stiftung aktiv dafür eingesetzt, dass auch Menschen mit Seheinschränkungen alle aktuellen Informationen zur Verfügung stehen.

Eröffnung am Dienstag, den 14.12.2021

Zum Auftakt der Einweihungsfeier erinnerte Jürgen Hertlein an die großzügigen Stiftungsgründer. Das Ehepaar Seeber sei es gewesen, das solch bemerkenswerte Initiativen für mehr Barrierefreiheit möglich gemacht habe.

"Marburg ist das soziale Herz Deutschlands", zitierte Oberbürgermeister Thomas Spies seinen Vorgänger Egon Vaupel und betonte: "Es gilt dafür zu sorgen, dass alle Menschen gleichberechtigt am Gemeinwesen teilhaben könnten. In Marburg haben wir da eine ganz besonders starke Tradition."

Auch blista-Direktor Claus Duncker freute sich: "Marburg wird nicht umsonst häufig die „Hauptstadt der Blinden“ genannt. Ich danke der Seeber Stiftung, dass wir durch ihrer Unterstützung hier am Bahnhof ein weiteres Beispiel dafür liefern können. Der Bahnhof ist eines der Marburger Tore in die Welt. Mit diesem taktilen Modell geben wir nicht nur Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung eine bessere Orientierung für das Gebäude, sondern dieses Modell ist eine hilfreiche Bereicherung für alle Nutzer des Bahnhofs. Zudem dokumentieren wir, dass uns die Belange von Menschen mit Behinderung in der Stadt Marburg ein wichtiges Anliegen sind. Deshalb noch einmal der Dank an alle, die bei der Verwirklichung und Umsetzung dieses Projekts mitgewirkt haben."

Die Informationen des Vorgängermodells waren veraltet. Das neue, tastbare Modell eröffnet einen selbstständigen Zugang zu den Serviceangeboten der Deutschen Bahn und den vielen Einkaufsmöglichkeiten, nicht nur für Menschen mit Seheinschränkungen.

Barrierefreies Willkommen in der Universitätsstadt

Das neue Grundrissmodell ist im Hauptgebäude neben dem Haupteingang platziert. Braille und kontraststarke Profilschrift sorgen für die Lesbarkeit der Beschriftungen.

Ob als erster Kontakt beim Ankommen, als freundliches Adieu bei der Abreise oder stetige Info für Marburgs Pendler*innen - das neue Modell signalisiert allen Menschen, dass man sich eine chancengleiche Inklusion von Menschen mit Behinderungen hier in Marburg auf die Fahnen geschrieben hat.

An der Veranstaltung nahmen teil:

  •     Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies
  •     Jürgen Hertlein und Ulrich Blanke / Lothar und Ilse Seeber-Stiftung
  •     Manfred Klee und Muhammed Özsog / DB Facility Management
  •     Direktor Claus Duncker und Manfred Fuchs / blista

 


Logo Aktion Mensch

09.12.2021

Ohne Licht keine Sicht

Wenn das Sehvermögen schlechter wird, hilft zumeist eine Brille. Das ist allgemein bekannt. Viel weniger bekannt ist jedoch, wie viel Verbesserung bei Seheinschränkungen durch die richtige Beleuchtung erreicht werden kann.

Wenn es zu dunkel ist, mach Dir das Licht an!

Das Vorhandensein von Licht ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen ihre Umwelt sehen und ihre Handlungen visuell kontrollieren können. Trüben sich Linse, Glaskörper oder Hornhaut ein oder ist die Netzhaut geschädigt, kann der Lichtbedarf erheblich steigen. Andere Menschen wiederum sind blendempfindlich. Wer geblendet ist, kann ebenfalls nicht richtig sehen. Diese beiden Beispiele zeigen, dass die „richtige Beleuchtung“ also keine starre Größe sein kann. Neben den individuellen physischen Voraussetzungen kommt es auch auf die Art der Tätigkeit an, die ausgeführt werden soll. Für diffizile Naharbeit, z. B. einen Knopf annähen, benötigt man andere Beleuchtung als zum Tennisspielen. Dank einer Förderung von Aktion Mensch konnten in den Lehrküchen des Rehabilitationszentrums der blista drei neue Leuchten angeschafft werden, mit denen Menschen mit Sehbehinderungen herausfinden können, wie sie durch individuell angepasste Beleuchtung ihr Sehvermögen beim Kochen optimal nutzen können. Betrachten wir in also die Tätigkeit Kochen einmal etwas genauer.

Ganz allgemein können Menschen ihr Sehvermögen gut nutzen, wenn die Umgebung gleichmäßig und blendungsfrei in einer angenehmen Lichtfarbe und in ausreichender Helligkeit ausgeleuchtet ist. In unserer Küche erreichen wir mit indirekter Beleuchtung bzw. mit Deckenleuchten mit Blendschutz eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raums. So muss das Auge weniger hell/dunkel-Adaptation leisten, welche bei manchen Menschen nicht so gut funktioniert. Welche Helligkeit in der Raumausleuchtung als angenehm empfunden wird, muss jede*r selbst ausprobieren. In einer unserer Lehrküchen wurden dafür mit der Aktion Mensch-Förderung zwei dimmbare Deckenleuchten eingebaut, die genau auf die vielfältigen Bedürfnisse unserer Schüler*innen und Rehabilitand*innen abgestimmt werden können.

Darüber hinaus ist für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen eine zusätzliche punktuellere Beleuchtung am Arbeitsplatz, also beispielsweise an der Arbeitsplatte sinnvoll. Eine ebenfalls neu angeschaffte Tischleuchte erhöht die Lichtmenge am Arbeitsplatz so, dass Kontraste und kleine Details besser wahrgenommen werden können. Zu beachten sind dabei Lichteinfallwinkel und –Streuung. Das helle Licht sollte nicht direkt in die Augen scheinen und möglichst wenig von der Unterlage reflektiert werden. Die neue Tischleuchte ist zudem dimmbar und beweglich. So kann die Lichteinstrahlung je nach Bedürfnis verstellt werden. Zu bedenken ist auch, dass helle und glänzende Arbeitsflächen mehr Licht reflektieren, d.h. zu mehr Blendung führen können als dunklere oder matte. Auch hier muss jede*r die individuell geeignete Variante herausfinden. Mit der neuen Tischleuchte klappt das nun hervorragend!

Kontakt

  • Christian Gerhold, Fachkraft für Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation, Leiter des Schulungsbereichs O&M und LPF, E-Mail
  • Sabine Zimmermann, Projektmanagement, E-Mail

23.11.2021

Inklusiv und kreativ: Neue Adventskalender-Salami mit Brailleschrift

Bald kommt sie wieder, die schönste Zeit im Jahr mit der wachsenden Vorfreude auf Weihnachten. Für alle, die sich die Wartezeit herzhaft verkürzen wollen, hat sich Corinna Philipps, Juniorchefin der Metzgerei Bornemann, jetzt etwas Neues ausgedacht.

„Unsere Adventskalender-Salami wird für alle gemacht! Damit wirklich jeder mitessen und sich dabei auf das Weihnachtsfest freuen kann, bieten wir die Adventskalender-Wurst mit Punktschrift an, welche wir an der Salami befestigen.“

„Das ist eine wunderbare Idee“, findet Patrick Temmesfeld, stellvertretender Direktor der blista. „Inklusion kann so einfach sein. Man muss nur im Vorfeld darüber nachdenken und die Expert*innen ansprechen.“ Zumal die traditionsreiche Metzgerei am Fuße des Schlossbergs auf dem täglichen Schulweg vieler blista-Schüler*innen liegt.

„Die Adventskalender-Würste reifen bereits in unserem schönen Sandsteinkeller und warten auf ihren Einsatz pünktlich zum ersten Dezember. Jeden Tag kann man sich dann eine leckere Scheibe abschneiden. Je kürzer die Wurst wird, desto näher rückt Weihnachten“, sagt die junge Fleischermeisterin lachend. Den blista-Schüler*innen gefällts: "Adventswurst gibts jetzt bei Bornemann, gehe dahin oder rufe schnell an", reimt Till.

Wer den herzhaften Adventskalender vorbestellen möchte, kann die Metzgerei gern unter Telefon 06421 96510 oder E- Mail info@metzgerei-bornemann.de kontaktieren.


04.08.2021

blista-Hilfsmittel-Shop jetzt im Beratungs- und Schulungszentrum

Mit dem neuen Standort im Erdgeschoss des Beratungs- und Schulungszentrums der blista (BSZ) erwartet Sie im blista-Hilfsmittel-Shop ein erweitertes attraktives Angebot. Neben dem breiten Sortiment an Hilfsmitteln, das der Shop für Sie bereithält, können Sie sich nun vor Ort auch persönlich umfassend beraten lassen!

Persönliche Beratungsangebote

  • Low Vision - Überprüfung Ihres Sehvermögens und Beratung zu optischen Hilfsmitteln
  • EDV und Hilfsmittel – individuelle Beratung zur sehbehindertenspezifischen Nutzung von digitalen Geräten
  • Orientierung und Mobilität – sichere und selbstständige Fortbewegung mit dem Langstock
  • Lebens- und berufspraktische Fertigkeiten – Training zur erfolgreichen selbstständigen Organisation von Alltag und Arbeitsplatz
  • Seniorenberatung – ein Experte besucht Seniorinnen und Senioren in der Stadt und im Landkreis auf Wunsch Zuhause und gibt kostenfrei erste Tipps und Hinweise zur Bewältigung des Alltags
  • Karriere und Coaching – Beratung für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit im Job oder beim (Wieder-) Einstieg in Arbeit, Ausbildung oder Studium.

Vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin einfach vorab telefonisch unter 06421 606-500 oder bei Ihrem Besuch im blista-Shop.

 

Ab 30.08.2021 finden Sie den blista-Hilfsmittel-Shop zu den bekannten Öffnungszeiten Montag von 13 bis 16 Uhr und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr am neuen Standort im BSZ der blista, Biegenstr. 20 ½, 35037 Marburg. Eine Fachberatung zu den angebotenen Hilfsmitteln kann vorab telefonisch unter 06421 606-417 oder per E-Mail an fach@blista.de vereinbart werden.

Unseren Shop im Erdgeschoss erreichen Sie selbstverständlich barrierefrei.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr blista-Team


Hilfsmittel-Shop, Biegenstr. 20 1/2, 35037 Marburg, Tel.: 06421 606-417, E-Mail: fach@blista.de, www.blista.de/hilfsmittel-shop
Beratungs-und Schulungszentrum, Biegenstr. 20 1/2, 35037 Marburg, Tel.: 06421 606-500, E-Mail: rehaberatung@blista.de

 


30.07.2012

Kicker-Bundesliga-Sonderheft in Blindenschrift jetzt auch in Vollschrift

Pünktlich zum Start der Saison der 1. Fußballbundesliga am 13. August erscheint das Sonderheft zur Fußballbundesliga in Blindenschrift, es wird von der blista in Zusammenarbeit mit dem Sportmagazin „kicker“ herausgegeben. Das Heft enthält u. a. den Terminkalender für das Sportjahr, Angaben über Vereine und Teams der 1. und 2. Liga sowie die Spielpläne der ersten, zweiten und dritten Liga. Das fast 200 Seite starke Heft  (Blindenkurzschrift) oder für Leseanfänger*innen in Blindenvollschrift beinhaltet auch das „kicker“-Interview mit Bayerntrainer Julian Nagelsmann und einen Spielplan zum Ausfüllen.

Das Heft kann für eine Schutzgebühr von 26,- Euro bei der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. unter 06421 6060, oder info@blista.de  ab sofort bestellt werden.

Neben diesem Sonderheft in Blindenschrift zur Fußball-Bundesliga gibt die blista in Marburg in ihrem bundesweit einzigartigen „Sportinformationsdienst für Blinde“ auch das monatlich erscheinende  Hörmagazin „Einwurf“ heraus. Kostenlose Probeexemplare des Hörmagazins „Einwurf“ können von blinden und sehbehinderten Sportfans ebenfalls bei info@blista.de, 06421 6060 angefordert werden.


09.07.2021

Liebe Nutzer*innen der Deutschen Blinden-Bibliothek,

ein neuer Zugangsweg unsere Bücher zu genießen ist nun geschaffen. Unsere Apps "Leselust" stehen seit dieser Woche sowohl für IOS, als auch für Android zum kostenlosen Download zur Verfügung. Sie haben jetzt die Möglichkeit, Ihre Bücher über die Apps zu laden und sie sich über diese auch anzuhören. Es ist ein komfortabel nutzbarer Daisyplayer enthalten und somit werden keine zusätzlichen Daisy Abspiel-Apps mehr auf Ihren Smartphones benötigt. Selbstverständlich lassen sich auch unsere Zeitschriften über die Apps herunterladen. Dazu gehört auch unsere Informationszeitschrift Der Kopfhörer. Sie wird für alle Mitglieder der DBB sowohl über unsere Katalogprogramme, als auch über die Apps kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die App für das iPhone ist herunterladbar unter:

https://apps.apple.com/de/app/blista-leselust/id1564086021

Die App für Androidgeräte läd man unter:

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.blista.leselust&hl=de

Wir machen darauf aufmerksam, dass Ihre ausgeliehenen Bücher nach einer Frist von 90 Tagen aus der App automatisch verschwinden. Auch die Zeitschriften verschwinden nach einem gewissen Zeitraum. Möchten Sie ein Buch oder eine Zeitschrift mit Ihren eigenen Lesezeichen länger behalten, empfehlen wir Ihnen nach wie vor die bekannten Möglichkeiten, die Medien also entweder über den voice dream reader oder über den EasyReader zu nutzen.

Viel Spaß mit unserem Bücherangebot und den vielfältigen Zugangswegen wünscht Ihnen

Ihr Team der DBB

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ZfB Leser- und Hörerbetreuung / Auskunft und Beratung
Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista)
Am Schlag 2-12, 35037 Marburg
Tel.: 06421 606-0, Fax: -259
E-Mail: info@blista.de

 


01.07.2021

SEHmobil der blista wieder im Einsatz

Ab sofort ist die Seniorenberatung der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista) in der Stadt Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf wieder mit dem SEHmobil unterwegs. Seniorinnen und Senioren mit Sehproblemen sowie ihre Angehörigen können sich kostenfrei zu Hause, in Einrichtungen oder auch in Kliniken beraten lassen. Ein Anruf genügt für die Terminvereinbarung. Selbstverständlich werden die Hygieneregeln bei den Besuchen mit großer Sorgfalt umgesetzt.

Kostenfreie Beratung für Senior*innen mit Sehverlust

Häufig sind gerade ältere Menschen von einer gravierenden Sehverschlechterung betroffen. Der erfahrene Seniorenberater, Bernd Wilhelm, steht bei allen Fragen rund um eine Augenerkrankung gern ausführlich Rede und Antwort. Er stellt Hilfsmittel vor, die den Alltag erleichtern, gibt Tipps bei der Haushaltsführung, unterstützt in sozialrechtlichen Fragen und stellt die einschlägigen Kontakte her.
Darüber hinaus bietet die Seniorenberatung der blista auf Anfrage gern auch Informationsveranstaltungen und Schulungen für Multiplikator*innen an.

Kontakt und Anmeldung: Tel. 06421 606-500

Beratungs- und Schulungszentrum der blista, Biegenstraße 20 ½, 35037 Marburg, Tel.: 06421 606-500, E- Mail: seniorenberatung@blista.de, Internet: www.blista.de/seniorenberatung

 


WDR / Westdeutscher Rundfunk

„Die Sendung mit der Maus-Spezial: Vanessas Schule“ zeigt Schulalltag für blinde und seheingeschränkte Kinder

Lernen ohne sehen zu können – wie geht das? „Die Sendung mit der Maus – Spezial“ zeigt, wie Kinder, die blind sind oder mit einer Seheinschränkung leben, in der Schule lernen (Sonntag, 30. Mai, Das Erste, 9.30 Uhr; KiKA, 11.30 Uhr, in der ARD-Mediathek und im KiKA-Player).

Maus-Reporterin Jana Forkel reist nach Marburg. Ihre Geburtsstadt entdeckt sie heute von einer neuen Seite: Schon auf den Treppen im Bahnhof hält sie sich an den Handläufen fest, spürt sie Punkte und Markierungen. Mit deren Hilfe können sich alle zurechtfinden, die nicht sehen können. Marburg gilt als blindenfreundlichste Stadt Deutschlands. Hier geht auch Vanessa zur Schule, die Jana einen Tag lang in den Unterricht begleiten darf.

Vanessa und ihre Mitschüler*innen Diana, Chiara, Jason, Kaja und Selina gehen in die gleiche Stufe und haben noch etwas gemeinsam: Sie sind blind oder haben eine Sehbehinderung. Lernen können sie alle zusammen, dafür ist z.B. das 3D-Labor der Schule wichtig: Eine Schulbuchseite wird hier mit Hilfe von Laser-Cutter, Punktschriftdrucker und Tiefziehmaschine in eine Tastfolie verwandelt. So wird das Buch leicht lesbar für Vanessa – aber kann auch Jana mit verbundenen Augen erkennen, um welches Tier es heute im Bio-Unterricht geht?

In der Schul-Mensa verrät Vanessa, warum auf ihrem Teller die „Kartoffeln auf vier Uhr“ liegen. Und Jana erfährt, was das kleine Gerät an Vanessas Brille alles kann: Es erkennt für sie die Gesichter von Freunden, unterscheidet den Joghurt- vom Sahnebecher und liest Texte vor. Aber zum Sport geht Vanessa ohne Brille. Beim Judo tobt sie sich richtig aus und hat ein großes Ziel: Sie will 2024 für Deutschland zu den Paralympischen Spielen nach Paris.

Barrierefreiheit und Behinderungen sind für „Die Sendung mit der Maus“ immer wieder ein Thema, auch zum Aktionstag für Menschen mit Sehbehinderung (6. Juni). Seit 2018 sind die Lach- und Sachgeschichten barrierefrei, mit Audiodeskription, mit Gebärdensprache und mit Untertiteln verfügbar – unter die-maus.de und in der ARDMediathek.

„Die Sendung mit der Maus – Spezial: Vanessas Schule“ ist eine Produktion des WDR (Autorin: Birgit Quastenberg). Verantwortlicher Redakteur ist Joachim Lachmuth (WDR)


Medieninformation

3D-Modelle für den Unterricht: Vorschläge gesucht!

Gemeinsam mit Partner*innen aus den Niederlanden, Spanien und Schottland setzen sich die Carl-Strehl-Schule der blista und die Schloss-Schule Ilvesheim für die Entwicklung von taktilen Modellen für den Schulunterricht mit blinden und sehbehinderten Schüler*innen ein. Unter der Leitung der niederländischen Organisation Royal Dutch Visio sind jetzt im ersten Schritt Ideen und Anregungen aus der pädagogischen Praxis gesucht: Ob Dinosaurier oder Einzeller, Gebäude, Moleküle, Galaxien - welche 3D-Modelle wünschen Sie sich für Ihren Unterricht?

Bitte schicken Sie uns Ihre Ideen und Anregungen bis zum 01.06.2021 über das digitale Formular unter www.bit.ly/3D-idee.
Das Formular führt Sie durch mehrere Schritte, um Ihre Ideen zu konkretisieren. Das Ausfüllen dauert etwa acht Minuten und kann beliebig oft wiederholt werden.

25 Vorschläge werden im Rahmen des dreijährigen Projekts "3D Printing for Education for Visually Impaired Students" kurz "3D4VIP" aufgegriffen und umgesetzt. Darauf aufbauend soll eine frei zugängliche, europäische Datenbank für druckbare 3D-Modelle entwickelt werden. Last but not least wird ein Leitfaden "Kriterien für 3D-Modelle" formulieren, um die Zugänge zu Bildung und die Freude am Lernen für blinde und sehbehinderte Schüler*innen zu unterstützen.


Einladung

blista-Aktion am 01.06. zum Sehbehindertentag 2021 "Pollermützen für mehr Sicherheit auf Gehwegen"

Mit einer originellen Aktion am Dienstag, den 01. Juni, beteiligt sich die blista mit Vorstand, Mitarbeiter*innen, Freund*innen unserer Einrichtung und nicht zuletzt blinden, sehbehinderten und sehenden Schülerinnen und Schülern der Carl-Strehl-Schule und der Montessori-Grundschule am bundesweiten Sehbehindertentag. Mit gebotenem Abstand  (AHA) möchten wir gemeinsam darauf aufmerksam machen, dass eine kontrastreiche Gestaltung im öffentlichen Raum vor Unfällen schützt.

Unangenehme Begegnungen mit schlecht kontrastierenden Straßenpollern und Warnschranken hat wohl jeder Mensch mit Sehbeeinträchtigung – und vielleicht auch verträumte Passant*innen ohne Seheinschränkung – schon einmal erlebt. Poller dienen als sinnvolle Begrenzung von Plätzen, können aber zu lästigen Hindernissen werden, wenn sie nicht ordnungsgemäß rot-weiß-gestreift und so für alle gut wahrnehmbar sind.

Dieses Thema greift der bundesweite Sehbehindertentag (06.06.2021) auf, die blista beteiligt an einer kreativen und öffentlichkeitswirksamen Sensibilisierungs- und Aufklärungsaktion mit dem DVBS und dem BSBH. Graue, rostige und anderweitig schlecht kontrastierende Poller auf dem Schulweg durch die Ketzerbach bzw. in der Ketzerbach/Einmündung Zwischenhausen sollen rot-weiß-gestreifte „Pollermützen“ verpasst bekommen. Dafür wird in diesen Tagen auf dem blistaCampus fleißig gehäkelt, gestrickt und kooperiert: die Kleinen basteln Bommeln, die Größeren häkeln und stricken in rot-weiß. Hintergundinfos und Links: www.blista.de/blista-News/häkeln-für-Kontraste.

Wir  freuen uns auf Ihr Kommen am 01. Juni 2021 um 10 Uhr, Treffpunkt ist der kleine Platz in der Ketzerbach (stadtauswärts links) an der Einmündung der Gasse Zwischenhausen.
Werden Sie dabei sein? Über Ihre Rückmeldung freuen wir uns.