blista-News 3/2016

Eine Schülerin und ein Schüler liegen im Gras unter einem Baum und dösen vor sich hin. Zwischen ihnen sind verschiedene Gepäckstücke und ein Langstock.

„Darf ich als Blinder eigentlich noch blinde Freunde haben?“ Diese Frage traf mich in einer Diskussion letztens ziemlich unvorbereitet. Spontan antwortete ich „Natürlich“. Erst bei längerem Nachdenken wurde mir die tiefe Bedeutung der Frage bewusst. Es geht um die derzeitige Diskussion, wie ein gemeinsames Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gestaltet wird. Das Thema lautet also: Inklusion.

Es ist sicherlich eine der wesentlichen Errungenschaften der letzten Jahre, dass wir beginnen, die Menschen nicht nur in Schubladen zu stecken: Alte leben im Pflegeheim, Frauen werden schlechter bezahlt, ärmere Menschen erfahren weniger Bildung und Menschen mit einer Behinderung kommen in eine Spezialeinrichtung. Solche Zuweisungen akzeptieren wir nicht mehr als selbstverständlich. Ein neues, buntes und gleichberechtigtes Miteinander gilt es, in offenen Diskussionen zu gestalten.

Offen diskutieren kann man aber nur, wenn man auch im Ergebnis offen ist ... (Auszug Editorial)

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Ausgabe 3/2016

Impressum

Herausgeber: Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista)

Redaktion: Marina Hoedt, Sabine Waldschmidt / Internat; Martina Dirmeier, Marita Kiekenap / Schule; Dr. Werner Hecker / RES; Thorsten Büchner / ÖA

Redaktionsleitung: Rudi Ullrich

Schlussredaktion: Irmgard Behrens

Gestaltung: Tom Engel, Ebsdorfergrund

Druck: msi media serve

Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 15.3.2017