Bodo Ramelow besuchte die blista

Hier wird deutschlandweit vorbildhafte Arbeit in Sachen Ausbildung und Arbeitsmarktintegration von blinden und sehbehinderten Menschen gemacht …
Der Schüler Matthias erklärt dem neben ihm stehenden Bodo Ramelow den Einsatz eines Mikrofons
Der Schüler Matthias erklärt dem neben ihm stehenden Bodo Ramelow den Einsatz eines Mikrofons © Imke Troltenier

Rudi Ullrich. Beeindruckt zeigte sich Ministerpräsident Bodo Ramelow bei seinem blista-Besuch am 1. Mai 2015, zu dem die Vorstände von blista und DVBS eingeladen ­hatten.

Kleine Klassen, dezentrale Wohngruppen, inklusive Angebote für Schule und Freizeit?… gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern stellte blista-Direktor Claus Duncker den aufmerksamen Gästen zunächst unsere Einrichtung vor. Ministerpräsident Ramelow freute sich, in dem bundesweiten Kompetenzzentrum auch auf „Landeskinder“ aus dem Freistaat Thüringen zu treffen.

Die Runde am Tisch mit Bodo Ramelow beim Informationsgespräch
Die Runde am Tisch mit Bodo Ramelow beim Informationsgespräch © Imke Troltenier

So vielfältig Sinnesbehinderungen sein können, so individuell geht es an der blista darum, auf besondere Bedarfe einzugehen – im Unterstufengebäude informierte ein junger Blistaner die Gäste über den Unterricht in der Klassenstufe 6.

In der anschließenden Gesprächsrunde betonte Reiner Spring, Leiter des Bezirks Thüringen im DVBS, die Schwierigkeiten, denen sich blinde und sehbehinderte Arbeitssuchende in Thüringen gegenübersehen und warb dafür, hier in Zusammenhang mit dem erfolgreichen Projekt „Inklusion und Innovation“ der blista Abhilfechancen auszuloten. Ergänzend erläuterte Dr. Heinz Willi Bach, 2. Vorsitzender des DVBS, den bundesweiten Förderbedarf. Die DVBS-interne Arbeitslosenquote liegt bei 17,4?%, ein Wert, der leider seit Jahren steigt.

Mit Erfolg in den Arbeitsmarkt: blista-Angebot Inklusion und Innovation

„Mit dem Angebot ‚Inklusion und Innovation‘ unterstützt die blista seit zwei Jahren gezielt beim Übergang in Studium und Beruf. Wir richten uns sowohl an junge, wie auch an langzeitarbeitslose Menschen“, erklärte Dr. Imke Troltenier, stellv. Vorsitzende der blista. Was das Besondere bei diesem neuen, hessischen Ansatz ist? „Mit dem inklusiven Angebot gelingt es zuverlässig, Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung berufliche Perspektiven zu eröffnen, ­sodass sie im ersten Arbeitsmarkt nachhaltig Fuß fassen. Dabei zählt die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus der Wirtschaft und die enge Vernetzung mit den ­Arbeitsmarktakteuren zu den Erfolgsfaktoren des bundesweit einmaligen Angebotes.“

„Die Evaluation zeigt, dass wir mit ‚Inklusion und Innovation‘ bei langzeitarbeitslosen Menschen eine Erfolgsquote von über 90?% erreichen“, informierte Ute Mölter, die als Leiterin des Reha-Beratungszentrums der blista verantwortlich für die Umsetzung ist. „Bei uns übernehmen die Teilnehmenden eine Mitverantwortung für ihren Erfolg, die Teilnahme setzt auf Freiwilligkeit. Und die zukünftigen Arbeitgeber wissen, dass sie auf das Reha-Beratungszentrum der blista bauen können, dass wir ihnen bei allen Fragen und Beantragungen den Rücken freihalten.“

„Hier wird deutschlandweit vorbildhafte Arbeit in Sachen Ausbildung und Arbeitsmarktintegration von blinden und sehbehinderten Menschen gemacht“, wertete der Ministerpräsident zum Abschluss anerkennend. Die Vertreter von blista und DVBS waren erfreut, einen kompetenten und verständnisvollen Gast von der Wichtigkeit ihrer Anliegen überzeugt zu haben.

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Die blista-Projektlinie „Inklusion und Inno­vation“ wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und aus Mitteln der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds.