Marburger Judoka bei Deutschen Meisterschaften der sehenden Sportler

Gruppenfoto der drei erfolgreichen Judoka, links neben ihnen der Trainer
© Foto: Max Kunzmann

Max Kunzmann*. Bei der diesjährigen Deutschen Einzelmeisterschaft in Frankfurt (Oder) gingen vier Marburger Judoka in der Alterskategorie bis 21 Jahren für die Judo Abteilung Blau-Gelb Marburg e.V. in Kooperation mit dem Landesleistungsstützpunkt blista/Hessischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband und der Sehgeschädigten Sportgemeinschaft (SSG) an den Start.

Tabea Müller, 18 Jahre, kämpfte sich in der Gewichtsklasse bis 44 kg bis ins Halbfinale. Dort unterlag die blinde Kämpferin und erreichte am Ende Platz 5. Auch Schugga Nashwan (bis 55 kg), Tulga Demirel (+100 kg) und Marie Dinkel (bis 57 kg) zeigten zum Teil starke Leistungen, konnten sich aber gegen die starke Konkurrenz letztlich nicht behaupten. Der Judo-Pädagoge und Trainer Markus Zaumbrecher fasste den Wettkampf als in jeglicher Hinsicht sehr lohnenswert und zufriedenstellend zusammen. „Für uns war schon die Qualifikation der vier Marburger Athleten ein großer Erfolg, das schaffen nicht viele Vereine.

Mit unserem Inklusionsteam, bestehend aus normal sehenden und sehbehinderten Judoka, fallen wir immer auf. Marburg ist im Bereich des Nachwuchs-Judos – im mittlerweile dritten Jahr der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften – bundesweit in den Köpfen als Judo-Standort sowie Inklusionszentrum verankert.“

* Fachwart Sehgeschädigten-Judo und Landesjugendwart