Orientierung und Mobilität

Einkaufen, ins Theater gehen, Sport machen und vieles mehr – die Schulung in Orientierung und Mobilität (O&M) unterstützt Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung dabei, ihren Alltag möglichst selbstständig zu meistern.

Bei der O&M-Schulung ist die sichere und selbstständige Fortbewegung in Gebäuden und im öffentlichen Raum das Ziel. In aller Regel handelt es sich um Einzelunterricht, er wird von speziell ausgebildeten Rehabilitationslehrern erteilt. Die konkreten Inhalte und der Umfang richten sich nach den persönlichen Wünschen und Voraussetzungen.

Ein wichtiger Baustein für die persönliche Mobilität ist beispielsweise die Fähigkeit, Straßen sicher zu überqueren und zu lernen, wie man insbesondere mithilfe des Langstocks den richtigen Überquerungsort, den besten Überquerungszeitpunkt und die günstigste Überquerungsrichtung findet. Um größere Entfernungen in der Stadt oder den Weg nach Hause sicher zurückzulegen, gilt es Strategien für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu erwerben. Sehbehinderte Menschen lernen dabei, ihr Sehvermögen bestmöglich einzusetzen und spezielle Hilfsmittel bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen möglichst effektiv zu nutzen.

Bei Interesse und Bedarf wird auch auf unterstützende elektronische Hilfsmittel wie z. B. Navigationssysteme eingegangen, entsprechend informiert und bei der Erprobung und Anschaffung unterstützt.