Das LPF-Camp an der blista

Schüler*innen mit ihren Anleiter*innen, siehe Text

Meine unvergesslichen Tage in Marburg

Felix, 13 Jahre, Teilnehmer am LPF-Camp | Ich möchte euch von meinen großartigen Tagen in Marburg berichten. Am Sonntag, dem 10.04. am Nachmittag, trafen wir in Marburg ein. Ich traf die anderen in der Wohngruppe Gabelsberger Straße 13. Als erstes durften wir alle unsere Zimmer anschauen und uns mit den Örtlichkeiten vertraut machen. Nachdem die Eltern, als alle Formalitäten erledigt waren, die Wohngruppe verlassen hatten, wurden wir mit Kuchen verwöhnt. Im Anschluss machten wir uns mit unseren persönlichen LPF-Lehrkräften bekannt. Nun gingen wir mit ihnen in unsere Zimmer und haben dort unsere Koffer ausgepackt. Als wir damit fertig waren, schauten wir uns die Wohngruppe gründlich an. Danach warteten wir auf das Abendessen, bei dem es Pizza für alle gab. Als alle satt waren, verabschiedeten wir die LPF-Lehrkräfte und gingen in den Toberaum. Hier hatten wir sehr viel Spaß, wir spielten und machten sehr viele Späße. Leider mussten wir danach schon ins Bett gehen, allerdings durften wir in unseren Zimmern noch mit unseren Freunden quatschen. Irgendwann schliefen wir ein.

Am nächsten Morgen machten wir alle einen Coronatest, bevor wir frühstückten. Nach dem Frühstück gingen wir mit unseren LPF-Lehrkräften in die Lehrküchen und LPF-Räume. Wir hatten immer eine Stunde LPF-Unterricht und danach eine halbe Stunde, in der wir uns alle wiedergesehen haben. In der ersten Stunde habe ich geübt, wie man Wasser aus Glasflaschen, Plastikflaschen und Tetrapacks eingießt. In der zweiten Stunde haben wir das mit warmem Wasser wiederholt. In der letzten Stunde habe ich Brötchen aufgeschnitten und mit Nutella bestrichen. Dann gingen wir in den Speisesaal um Mittag zu essen. Zum Mittag gab es Fischroulade mit Kartoffelpüree. Am späten Nachmittag gingen wir mit den Betreuenden im blista-Schwimmbad schwimmen. Im Wasser hatte ich sehr viel Spaß. Alle waren fröhlich, bis es zum Duschen ging, denn bis auf zwei Duschen waren alle anderen, die entweder nur eiskaltes oder brühheißes Wasser abgaben, defekt. Nach dem Ankleiden gingen wir zur Wohngruppe zurück und aßen zu Abend.

Am Dienstag drehte sich alles ums Schneiden. Ich habe zwei unterschiedliche Schneidetechniken kennengelernt und musste dies üben. Diese musste ich an Brot, Leberkäse und Schnitzel ausprobieren. Zum Mittagessen, bei dem alle wieder zusammen waren, gab es Chili con Carne mit Reis. Am Nachmittag gingen drei Kinder mit Betreuenden zum Klettern, die anderen vier Kinder blieben in der Wohngruppe, dort spielten wir Uno und Bob it. Als alle wieder in der Gruppe waren, aßen wir Abendbrot und diskutierten, was wir am nächsten Nachmittag machen wollten. Dies dauerte eine ganze Stunde. Bevor wir noch etwas spielen oder in den Toberaum gehen durften, machten wir ein Gruppenfoto mit allen Kindern.
Am nächsten Tag ging ich mit meinem LPF-Lehrer in einen LPF-Raum. Dort übte ich Lochen, Einheften, Tackern, Tackernadeln wieder lösen und das Erkennen von Geldmünzen und Geldscheinen. Zum Mittagessen gab es für alle Mailänder Schnitzel mit Spaghetti. Am Nachmittag gingen wir in die Marburger Oberstadt; hier gingen wir in einige Geschäfte und aßen ein Eis. Das hat allen einen großen Spaß gemacht und dann brach schon unser letzter Abend an. An diesem saßen viele noch zusammen bis auch dem letzten die Augen zufielen.

Am letzten Tag habe ich noch vor dem Frühstück meine Koffer für die Heimfahrt gepackt. Im LPF-Raum wiederholte ich das Erkennen von Münzen und Geldscheinen mit Hilfsmitteln und durfte allein einkaufen gehen. Zum Schluss gaben ich und mein LPF-Lehrer uns ein Feedback wie uns die LPF-Tage gefallen haben. Dann trafen wir uns alle ein letztes Mal beim Mittagessen, bei dem Wildgoulasch mit Kroketten serviert wurde. Dann kamen schon unsere Eltern, um uns wieder abzuholen. Bevor es wieder auf den Heimweg ging, sprachen unsere LPF-Lehrkräfte noch mit unseren Eltern.
 
Für mich waren die Tage in Marburg wunderschön und unvergesslich. Ich habe dort sehr viel gelernt, was in meinem Leben sehr wichtig sein wird. Ich kann das LPF-Camp nur empfehlen.

Fotos:

1) Pause auf einer Bank

2) Katja Jung und ihre Schülerin erproben verschiedene Essenstechniken

3) Holger Jungmann und sein Schüler Felix üben das Bestreichen von Brotscheiben