SoKo-Tage neu gedacht

Sara und Nikolaos Rizidis sitzen mit zwei Kolleginnen vom Psychologischen Dienst auf Stühlen in einem Klassenraum.

Erfolgreiches Projekt der Fachoberschule Sozialwesen

Sila Bakan und Emily Engler | Tee, Teamarbeit und jede Menge Ideen – so könnte man unser Projekt im letzten Schulhalbjahr wohl am besten zusammenfassen. Wir, die Klasse FOS 12, hatten im Fach Projekt die besondere Gelegenheit, selbst aktiv zu werden und ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Unsere Aufgabe: die Sozialkompetenz- Tage für die 9. Klassen zu planen und zu gestalten.

 Jeden Mittwoch trafen wir uns – meist mit einer Tasse Tee in der Hand – und machten uns gemeinsam an die Arbeit. Dabei ging es nicht nur darum, Workshops zu planen, sondern auch darum, als Klasse zusammenzuarbeiten, Ideen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Unterstützt wurden wir dabei von Frau Flach, dem Psychologischen Dienst sowie einigen Lehrkräften und Betreuer*innen aus dem Internat. Die Zusammenarbeit lief insgesamt sehr gut und wir konnten viele hilfreiche Impulse mitnehmen.

Im Workshop „Unschlagbar auftreten" machen drei Schüler eine Übung zum Thema selbstbewusstes Auftreten.

Am Anfang stand natürlich die große Frage: Welche Themen interessieren eigentlich die 9. Klassen? Also sammelten wir zunächst verschiedene Workshop-Ideen. Am Ende stellten wir eine Liste mit sieben möglichen Themen zusammen. Diese Liste gaben wir an die 9. Klassen weiter, die jeweils drei Stimmen für ihre Favoriten abgeben konnten. Nachdem wir alle Stimmen ausgewertet hatten, standen die Gewinner fest – drei Workshops, die wir anschließend genauer planten und ausarbeiteten.

Dabei überlegten wir uns nicht nur Inhalte, sondern vor allem praktische Übungen, damit die Workshops spannend und lebendig bleiben. Schließlich sollte niemand nur zuhören müssen – mitmachen war angesagt!

Die drei Workshops lauteten: „Nicht nur Länder haben Grenzen – Nein sagen ist erlaubt“

„Unschlagbar auftreten – weil du es kannst“ (zum Thema Selbstbewusstsein)

„Wenn der Blick fehlt, aber der Vibe stimmt“ (über nonverbale Signale und Körpersprache)

Zudem waren am zweiten SoKo-Tag Nikolaos Rizidis und seine Frau Sarah zu Gast und haben die 9. Klassen zum Thema Social Media aufgeklärt. Hauptsächlich ging es darum, wie man sich im Internet präsentiert, wie man mit Hate umgeht und welche Gefahren es gibt. Auch über seine eigenen Erfahrungen als blinder Influencer hat Nikolaos berichtet. In einer Fragerunde konnten die Schüler* innen schließlich all ihre Fragen stellen.

Bei der Vorbereitung haben wir gemerkt, dass es gar nicht so leicht ist, selbst etwas zu erklären oder eine Gruppe anzuleiten. Normalerweise sitzen wir schließlich auf der anderen Seite – als Zuhörende im Unterricht. Dieses Mal war es genau andersherum: Wir waren die Lehrenden.

Gerade das hat das Projekt so spannend gemacht. Wir konnten einmal eine völlig neue Perspektive einnehmen und ausprobieren, wie es ist, Verantwortung für eine Gruppe zu übernehmen. Gleichzeitig haben wir selbst eine Menge gelernt – zum Beispiel über Teamarbeit, Kommunikation, Planung und darüber, wie wichtig gute Absprachen sind. Besonders gefreut hat uns das positive Feedback – sowohl aus dem Organisationsteam als auch von den 9. Klassen. Zu hören, dass unsere Workshops Spaß gemacht haben und interessant waren, war für uns natürlich die beste Belohnung.

Rückblickend können wir sagen: Dieses Projekt war auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Wir nehmen viele neue Eindrücke und Fähigkeiten mit in unsere Zukunft. Und wenn wir eines während dieser Zeit ganz sicher gelernt haben, dann das: Die besten Ideen entstehen manchmal bei einer guten Zusammenarbeit … und einer Tasse Tee.